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Verfügbare Informationen zu "GACMF-Award-Verleihung 2005 in Erfurt"
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Teddy - 04.02.2005 - 09:22

Die Zahl 13 mag für die einen als die "Unglückszahl" schlechthin gelten, wenn man die Geschichte Revue passieren lässt und an "Apollo 13" erinnert, für die anderen wiederum kann sich diese Zahl als das Tor zum Glück erweisen. Letzteres trifft auf die GACMF-Award-Verleihung zu. In bekannt gewohnt professioneller Manier begrüßte Uwe Hübner "seine Gäste" in der zwar nicht ganz ausverkauften Messehalle zu Erfurt, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Zahlreiche Künstler aus Deutschland, Frankreich und den USA boten den Country-Fans eine bunte, interessante und bisweilen "heiße" Show, wenn man an den Auftritt von Silverwood mit Frontfrau Miruna erinnert, für manche etwas zu gewagt.

Die Awards sind in diesem Jahr an Künstler überreicht worden, die diese Auszeichnung mehr als verdient haben. In der Kategorie "Independent Album des Jahres" konnte Harald März, seines Zeichens Kulturamtsleiter der Stadt Northeim, Initiator des im September stattfindenden großen Country-Events "Northeim goes Country" und Jury-Mitglied der GACMF, die Gruppe Slow Horses mit einem Award ehren. In seiner Laudatio zeigte Harald März den Werdegang und die beachtlichen Erfolge dieser außergewöhnlichen Country-Band auf und spätestens nach ihrem spritzigen und voller Elan dargebotenen Auftritt war dem Publikum klar, Slow Horses haben sich diesen Award zu Recht verdient.

Tom Astor konnte in der Kategorie "Sänger des Jahres", ermittelt von Media-Control, freudestrahlend "einen" Award in Empfang nehmen. In seiner Dankensrede beschwor Tom die anwesenden Medienvertreter, sich noch intensiver mit "Country" auseinanderzusetzen und dieser Musikrichtung mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Eine große Überraschung bot die aus Deutschland stammende Gruppe "The Twang", die sicherlich in nächster Zeit für angenehmen Gesprächstoff sorgen wird. Als Newcomer konnten die sympatischen Künstler, die an diesem Abend ihren ersten "großen Fernsehauftritt" verbuchen konnten, einen Award mit nach Hause nehmen.

Als Sängerin des Jahres wurde Linda Feller gekürt. Die quirlige Thüringerin, die erstmals ihren neuen Look präsentierte, begeisterte das Erfurter Publikum auf ihre bekannt "spritzige" Art und hatte binnen Sekunden die Zuschauer in ihren Bann gezogen.

Die "Abräumer" des Abends waren zweifelsohne die Gruppe "Truck Stop". Seit über 30 Jahren im Geschäft und noch lange nicht zum alten Eisen gehörend, wurden die Jungs von der Waterkant gleich dreimal geehrt. Leider konnte Truck Stop nicht live in Erfurt dabei sein, da sie an diesem Abend mit Karl Moik und "seinen" Musikantenstadl tourten, doch mittels modernster Fernseh-Technik (MAZ) wurde eine Schaltung zu Karl Moik aufgebaut, so dass das Publikum in Erfurt auf der Großleinwand die Herren Truck Stop und die Überreichung des Awards "Gruppe des Jahres" durch Patrik Lindner hautnah verfolgen konnten. Zusätzlich konnte Truck Stop den "Super Award" für ihr aktuelles Album "Große Freiheit" und einen dritten Award für die aus diesem Album entstandene Single" Durch Sachsen ohne Anhalt" entgegennehmen.

Den "Medien-Award" konnte in diesem Jahr der Sender "Goldstar TV", ein Medienanbieter, der sich auf Fernseh und Unterhaltungsprogramme spezialisiert hat und sein Angebot einer breiten Befölkerunschicht anbietet, in Empfang nehmen. Neben den deutschsprachigem Schlager, der internationalen Unterhaltungsmusik und Oldies, die von Goldstar TV in Form von Videoclips, Live - oder Studioaufzeichnungen präsentiert werden, hat dieser Sender, der über die digitale Plattform von Premiere (Kabel und Satellit) verbreitet und vermarktet wird, das Potenzial der Countrymusic erkannt und bietet seinem Publikum Country-Videoclips auf höchstem Niveau.

Im Show-Programm gaben sich dann die internationalen Country-Stars die Klinke in die Hand. Angefangen mit dem sympatischen Mark Chesnutt (USA), der eigens für die GACMF-Gala nach Erfurt eingeflogen wurde. Mark brachte die Messehallen mit seiner aktuellen Single "Somebody Save The Honky Tonks" zum erstenmal richtig zum Beben. Auch die Schweiz hatte "ihr" Aushängeschild in die Messehallen geschickt, kein geringerer als John Brack sang seine aktuelle Single "Rosanne". Auch der Wahl-Berliner Tom Cunningham, die Hamburgerin Katja Kaye, Sally Carter, Virginie Schaeffer, die sympatische Gudrun Lange, der Kopf der Boss Band Joe Hodgkins, sowie Rattlesnake Annie trugen dazu bei, dass dieser Abend vielen Menschen unvergessen bleibt.

Doch auf zwei Höhepunkte müssen wir noch gesondert aufmerksam machen. Zum einen der Memorial Award, der erinnerte in diesem Jahr an den großartigen Dave Dudley. Der leider im vergangenem Jahr verstorbene "King of Truck-Driving-Songs" besuchte unzählige Male die Bundesrepublik und feierte mit seiner Begleit-Band Drifters Caravan riesige Erfolge. Daher fiel den Verantwortlichen der GACMF auch die Wahl leicht, wer den Award der Ehefrau Dave Dudleys übergeben sollte. Red Saxon Chef und Kopf von Dave's Begleitband in Deutschland und guter Freund der Familie wurde auserwählt.

Die Aufnahme eines Künstlers in die Hall of Fame ist immer der Höhepunkt der TV-Gala. Auch in diesem Jahr wurde ein Künstler ausgewählt der es schon zu Lebzeiten verdient hätte in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden, doch leider verstarb John Denver bereits im Jahr 1997. Wer kennt sie nicht die großen Hits, wie "Rocky Mountain High", "Thank God I'm A Country Boy" und natürlich die Hymne "Take Me Home Country Roads". Der Award wurde von Roy Rivers entgegen genommen. Roy der von dieser Ehre sichtlich gerührt war, versprach, dass er sofort, wenn er zurück in den Staaten ist, diesen Award der Familie Denvers übergeben werde. Im Show-Programm sang Roy Rivers zwei Songs aus seinem aktuellem Album "Thank God I'm A Country Boy". Die Songs aus diesem John Denver Tribute-Album wurden nicht einfach nur so nachgesungen, sondern besitzen Alle eine besondere Note Roys. 12 Songs sind auf diesem Werk 6 Cover und 6 Titel aus Roy Rivers Feder. Das Publikum sprang von den Stühlen als Roy die Hymne "Take me Home, Country Roads" auf seine ganz eigene Art und Weise präsentierte.

Damit ging ein wunderbarer Country-Abend zu Ende. Den Verantwortlichen, sei es hinter oder vor der Kamera, sowie den Köpfen der GACMF sei gesagt, dass sie ein gutes Händchen bewiesen und gute Arbeit geleistet haben. Dies wurde uns auch in vielen Gesprächen mit Fans und verschiedenen Medienvertretern immer wieder bestätigt.

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