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OHNE BEWUSSTSEIN (15)
Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu im östlichen Kongo. Über eine halbe Million Menschen drängen sich in der Stadt am Fuße des Nyiragongo. Der schwefelige Dunst aus dem nahen Vulkan macht das Atmen schwer. Im Hinterland wird ein Mann in das Krankenhaus einer internationalen Hilfsorganisation eingeliefert. Ein Weißer. Verletzt. Identität und Herkunft unbekannt. Die Epidemie bricht aus.
Es bleibt nur noch wenig Zeit.
INFEKTIÖS (16)
Der Tod war mit schnellen Schritten gekommen. Die Kranken in ihren Betten waren zuerst gestorben. Obojas Herz hatte vor einer Stunde aufgehört zu schlagen. Dr. Theron hatte sich in ihr Labor zurückgezogen. Das gehörte zu den Dingen, auf die niemand vorbereitet war. Bakerman betrachtete nachdenklich das schlafende Kind.
Quelle: www.experiment-stille.de
Folge 15
Story:
Schon das Intro dieser Folge kommt nicht derart spektakulär daher, wie man es normalerweise in dieser Serie gewöhnt ist. Und auch alles was danach passiert wirkt in Relation zu dem sonstigen Standard der Serie schon regelrecht belanglos. Es gibt zwar ein kurzes Wiederhören mit einem gewissen Gefängnis, doch das alleine reicht noch nicht aus um den Hörer zu fesseln. Man merkt schon recht stark, dass man hier den ersten Teil eines Mehrteilers vorliegen hat, denn die Handlung kommt einfach nicht in Fahrt. Es wird viel Zeit damit verbracht die Umgebung, in der die Geschichte spielt vorzustellen und an eigentlicher Handlung gibt es herzlich wenig. Zweiteiler hin oder her, für mich legt man mit „Ohne Bewusstsein“ die bis dato schwächste Geschichte der Serie vor. Es sei an dieser Stelle schon mal verraten, dass auch im zweiten Teil die erhoffte Offenbarung ausbleibt, was den ersten Teil noch zusätzlich abwertet, da somit diese Folge als reiner Lückenfüller gesehen werden kann. Mich hat die Geschichte enttäuscht, da sie sehr inhaltsarm und unspektakulär ist.
Sprecher:
Die Sprecher … nun hier gibt es kaum etwas auszusetzen, was man bei dieser Serie mittlerweile aber auch kaum erwartet. Über Jürgen Kluckert und Bernd Vollbrecht noch viel zu schreiben hieße Eulen nach Athen zu tragen und darauf möchte ich an dieser Stelle verzichten. Interessant sind dafür diesmal die Gaststars, namentlich Alex "Tatwaffe" Terboven (Die Firma) und Jimmy Pop (Bloodhound Gang). Grade Letzterer erweist sich als überaus talentiert und spielt seine Rolle als Attentäter der Bakermann und Steven mit einer Machete angreift sehr gelungen. Weder bei den Sprechern, noch bei der Regie gibt es somit Grund zur Sorge, allerdings klingt die Stimme eines Sprechers seltsam „leiernd“. Ob es gewollt ist, oder nicht ist leider nicht nachzuvollziehen. Trotz dieser kleinen „Macke“ bekommt der Hörer hier wie gewohnt gute bis sehr gute Sprecherleistungen zu hören.
Musik und Effekte:
Ich gebe es zu: Mir fällt einfach nichts mehr ein, was ich nicht schon einmal zu diesem Punkt geschrieben habe. Die Effekte sind also gelungen wie immer und werden stets passend eingesetzt. Selbiges kann man auch abermals für die Musik sagen. Allerdings kann diese Folge nicht durch eine derart düstere Atmosphäre glänzen, wie man es in der Vergangenheit schon mehrmals gezeigt hat. Dennoch geht die technische Seite als wirklich gut durch, wobei man allerdings bedenken muss, dass es über weite Strecken an imposanten Szenen mangelt.
Fazit:
Gut wie immer? Nein, diesmal mal kann ich diese Aussage einfach nicht treffen. Seit der Veröffentlichung der 10. Folge war ich wieder zum beinharten Burns-Fan mutiert, doch man hat mit dieser Folge wieder einen Punkt erreicht, den man schon mal mit „Nebelsee“ erreicht hatte: Die Geschichte bietet wenig bis gar nichts und das gleich unter zweierlei Gesichtspunkten. Weder als einzelne und geschlossene Geschichte, noch als Teil des großen Handlungsrahmens kann diese Geschichte überzeugen. Zwar retten die guten bis sehr guten Sprecher und die gewohnt saubere technische Seite noch etwas, aber auch diese beiden Faktoren können „Ohne Bewusstsein“ nicht davor bewahren als „schwächste Folge bisher“ und durchschnittliche Produktion bezeichnet zu werden. Für Fans der Serie sicherlich ein Ohr wert, aber wer bisher schon seine Probleme mit dem Konzept der Serie hatte, der dürfte durch diese Folge (und den folgenden zweiten Teil) wieder frischen Wind in seine Segel bekommen.
Folge 16
Story:
Und weiter geht es mit dem zweiten Teil, der logischer Weise eben dort anfängt, wo der erste endete. Doch leider bleibt der große und erhoffte Aha-Effekt auch im zweiten Teil aus. Die Handlung plätschert weiter dahin und man fragt sich bei einigen Szenen dann doch nach dem Sinn. In den letzten 10 Minuten (der insgesamt grade mal 42 ) gibt es dann aber auch endlich ein paar Antworten. So gibt es beispielsweise eine Erklärung dafür, wieso in Fairlaine die jungen Menschen getötet wurden und Steven erhält einen Hinweis auf seinen Bruder und auch der Flüsterer tritt wieder in Erscheinung. Klingt ja alles ganz toll und es wird auch hörspieltechnisch wirklich schön in Szene gesetzt, aber um diese Offenbarungen dem Hörer Teil werden zu lassen muss man doch keine 86-minütige Doppel-Folge veröffentlichen. Ein Grossteil der Handlung der beiden Teile hat für die Aufklärungen am Ende nämlich leider keinerlei Bedeutung. Aufgrund des Endes hat mir der zweite Teil zwar besser gefallen als der erste, aber dennoch ist man reichlich weit vom sonstigen Standard der Serie entfernt. Grade mit dem Zweiteiler 12/13 hatte man sehr eindrucksvoll demonstriert, wie man einen Zweiteiler spannend gestalten kann und auch den Handlungsrahmen in einem angemessenen ähem Rahmen weiterführen kann. Wie schon „Ohne Bewusstsein“ stellt auch „Infektiös“ eine der schwächsten Geschichten dieser noch recht jungen Serie dar.
Sprecher:
Alle Sprecher die hier zum Einsatz kommen sind bereits aus dem ersten Teil bekannt. Zieht man Paetsch und Kluckert ab, so bleiben noch ganze 6 Sprecher übrig, namentlich: Bernd Vollbrecht, Gundi Eberhard, Alex "Tatwaffe" Terboven (Die Firma), Andreas Ksienzyk, Ernst Meincke und Ozan ünal. Schlecht ist von den Beteiligten natürlich gar keiner, was man bei dieser Serie allerdings auch kaum zu erwarten hat. Grade „Tatwaffe“ kann zum Ende der Folge hin aufdrehen und zeigt, dass er „leicht durchgeknallt“ einen Tick besser beherrscht als „normales Sprechen“. Der langen Rede kurzer Sinn: Alles was hier geboten wird, ist im guten bis sehr guten Bereich anzusiedeln.
Musik und Effekte:
Über weite Strecken leidet die Folge an einem ähnlichen Problem wie der erste Teil: Es gibt nicht so viele Szenen, die man besonders eindrucksvoll umsetzen könnte. Die Actioneinlage zu Beginn kommt relativ gut daher und auch der Aufenthalt in der Höhle weiß zu gefallen. Wirklich imposant wird es dann aber erst wieder zum Ende hin, wenn der Flüsterer in Erscheinung tritt. Dennoch kann man bei Leibe nicht sagen, dass die technische Seite schlecht wäre. Nur ist man diesen Standard aus der Serie mittlerweile gewohnt und dementsprechend verschlägt es einem mittlerweile nicht mehr ganz so den Atem, wie es zu Beginn war.
Fazit:
Trotz des guten Endes vermochte diese Folge es nicht mich wirklich zu überzeugen. Das Problem liegt aus meiner Sicht primär in der Tatsache verwurzelt, dass man uns hier einen Zweiteiler verkaufen will, der eigentlich gradre mal genug Inhalt für eine Einzelfolge vorzuweisen hat. Beide Folgen zusammen bringen es auf 86 Minuten Spielzeit, was schon relativ seltsam ist, wenn man bedenkt, dass es Folgen wie „Der Flüsterer“ oder „Nachtkathedrale“ auf über 60 Minuten brachten. Es gibt genug Stellen bei denen man den Rotstift hätte zücken können um das ganze im Endeffekte auf eine CD/MC zu pressen. Da dies nicht geschehen ist, wirkt die Handlung der beiden Teile zusammengenommen etwas dünn, woran auch die erwähnten Enthüllungen nicht viel ändern können. Man kann sich bei dieser Serie eben doch nicht immer auf die sehr guten Sprecher und die stets sehr gelungene technische Seite verlassen. Inhaltlich ist man auf einem ähnlichen Stand wie bei „Nebelsee“ und „Welt der Dämmerung“, nur konnten diese beiden Episoden durch verdammte dichte Atmosphären noch Pluspunkte sammeln, was bei dieser Doppelfolge leider nicht gelungen ist. Für Burns-Lunatics ist die Folge sicherlich unumgänglich, da abermals einige Bröckchen zur Lösung des grossen Rahmen dargeboten werden, doch davon einmal abgesehen bleibt die Folge inhaltlich recht blass und findet sich wie schon „Ohne Bewusstsein“ in der Kategorie DURCHSCHNITTLICH wieder.
Story klingt spannend, Fazit eher mau.
Selbst wenn es schlechte Folgen sind, weiß man hinterher die guten mehr zu schätzen! :)