1. Teil
Das Militär
hin und zurück in 33 Tagen
7.11.2005
Jetzt ist es soweit. Ich stehe in der Sporthalle der Kaserne Neuchlen in der nähe von St. Gallen, zusammen mit 210 anderen Rekruten.
Wir werden zugeteilt. Ich komme in die Kaserne Herisau, welche den Linken teil der Halle repräsentiert. Dann wird gewartet, bis auch der hinterste und letzte eingetroffen ist. Vor der halle wurden zum empfang 2 Radschützenpanzer drapiert. Dann warten wir, ca. 1h. In dieser zeit studiere ich das Rekruten Heftchen, welches man am Eingang nehmen konnte.
Das ganze ist aufgebaut nach dem Prinzip: „Hey das Militär ist soooo hip, du bist voll der oberchecker wenn du dazugehörst.“ Nicht wirklich mein Geschmack ;-) auf einer Seite, wird eine Scharfe braut mit sooooo einem Dekoltée interviewt, die erklärt, wie sexy Uniformen doch seien. Naja, toll.
Das wird wohl nicht so schlimm sein. Immerhin haben das tausende vor mir geschafft. Warum nur halte ich all diese Typen für Vollidioten und Versager unserer Gesellschaft ???
Nun denn, irgendwann hat das warten doch noch ein ende. Der Schulkommandant, ein Oberst, mit dem ich leider schon bald persönlich zu tun habe, schwingt eine tolle rede, wie er sich freue uns hier begrüssen zu dürfen. Als der Oberst rein kam, brüllte jemand „AAACHTUNG“
Und alle uniformierten gingen wie der blitz in Achtungsstellung. Mit lief es eiskalt den rücken runter. „Die wollen aber nicht ernsthaft, dass ich mich so verbiegen lasse?“
Bin ich der einzige, der irgendwie voll mies drauf ist?
Na egal.
Dann geht’s los, wir werden in Busse verteilt, wer nicht mehr reinpasst, wird vom Feldweibel in Stadionlautstärke zusammengebrüllt, er solle gefälligst, reindrücken. Dann werden wir in die Kaserne Herisau verfrachtet.
Die nächsten zwei tage sind wir damit beschäftigt, das Material zu fassen, und sich den Militärischen Gepflogenheiten anzupassen. Als der Adjutant vorführt, wie man sich bei einem Vorgesetzten anzumelden hat, wird mir ganz anders. So stimmt das für mich irgendwie gar nicht.
In der ersten Woche haben wir um 4:30 Tagwacht. Ja das ist verflucht früh. Dann haben wir 20 min zeit für die Morgentoilette und Morgenessen. Ich habe mich entschieden einen Bart zu tragen. Das erspart mir gestresstes Rasieren am Morgen. Um 5:45 ist Morgenverlesen. D.h. alle stellen sich in 4er reihen auf. Der Felweibel kommt uns sagt „KOMPANIIIIIIIE AAAAAA8TUNG“ Und alle müssen zur Salzsäule erstarren und geradeaus, mit stolzgeschwellter Brust nach vorne schauen. Dann kommt der Kompaniekomandant und sagt „MOOOORGEN KOMPANIIIE“ darauf wir alle: „MORGEN KADI.“ Wunderprächtig, nicht wahr?
Während des herumgerennes fasse ich den Entschluss, dass ich hier irgendwie raus muss
Am Abend, müssen wir die Schuhe putzen. Auf Holzpritschen, draußen in der Kälte, es hat ca. 15cm Schnee und die Bise weht.
Die Kaserne Herisau ist angeblich die zweitälteste Kaserne der Schweiz  Ich habe es munkeln gehört, das die Rekruten in der Kaserne Neuchlen, welche nigelnagel neu ist, ihre Schuhe in warmen Putzräumen pflegen können. Gemeinheit.
Am nächsten tag machen wir wieder irgendwass beschissenes, theoriestunde mit dem Kompaniehauptman „Armee der Schweiz“ habt ihr gewusst, das das Schweizer Heer zahlenmässig fast genau gleich gross ist wie das deutsche Heer? Das muss man sich mal vorstellen. Wie bescheuert und größenwahnsinnig ist das denn bitteschön????
Am Nachmittag erhalten wir unser Gewehr. Ich fühl mich noch viel mieser als ich das teil in den Händen halte. Kalt, schwer und hässlich ist das teil. Stundenlang mit so nem teil auf diversen Server herumgerannt, aber jetzt halte ich tatsächlich ein echtes funktionstüchtiges Gewehr in den Händen. Und damit soll ich auf irgendwas schiessen??? Unvorstellbar.
Anscheinend bin ich Pazifistisch veranlagt, ohne es zu wissen.
Ich bekomme den Auftrag, die Gewehre aller Rekruten zu beschriften.
Während ich also in der eisig kalten halle des Materialdepots die Gewehre beschrifte, bekommen die anderen Rekruten eine Einweisung inkl. 30 Liegestützen weil die hälfte nicht begriffen hat, wie man den blöden Verschluss aus dem Gewehr befördert.
Am nachmitag über wir verschiedene Kampfstellungen wie z.b. Gefechtsstellung wachstellung Ruhestellung Missionarsstellung, ach nee.; das nicht ;-D
Die Küche ist im Allgemeinen zweckmäßig, zivil isst man sicher viel besser, aber ich hatte dermaßen Hunger, dass es mir trotzdem schmeckte  Nur das Mittagessen am ersten tag war ein graus. Es gab Ravioli. Ich also meinen Teller hin gehalten. Platsch, Ravioli mit viiiel Sauce, dann einen Posten weiter und nicht aufgepasst. Platsch, der Koch knallt mir ne Kelle voll Salat voll auf die Ravioli oben drauf, verwundert schaue ich zu, wie der Salat zwischen den Raviolis in der Tomatensauce ertrinkt. Bäähh.
Die nächsten zwei tage haben wir Sanitätsausbildung. Endlich was Sinnvolles denke ich. Pustekuchen. Am morgen wird uns ein Film gezeigt, welcher garantiert nicht im Fernsehprogramm zu finden ist. Schnipsel aus dem Kosovokonflikt, Vietnam und viele mehr. Fliehende Leute, die auf ne Mine treten, Leute ohne Beine usw. Mir wurde übel beim Gedanken, dass das wirklich und tatsächlich echt ist.
Am nächsten morgen war’s glaub ich, als wir die einzig sinnvolle lehrstunde im Militär hatten. Herzmassage. Dazu führen wir ca. 1.5 stunden auf der Autobahn hinten auf der Ladefläche eines Lastwagens zu einem ausgedienten Raketenabschussgelände. Uns wurde gesagt, dass die gesamte Anlage nur durch einen einzigen FA 18 Kampfjets ersetzt werden kann und dieser auch gleich teuerer ist als die gesamte Anlage. Toll ne. Und für so was zahl ich steuern.
Dann lernten wir die Herzmassage. Interessante Sache. Ob das wohl in einer realen Situation auch so hinhaut. Der Ausbildner hatte nen mega anschiss und hat die ganze zeit zynische Witze gerissen, alle haben gelacht. Ich nicht. Ich konnte nicht lachen im Militär. Ich hab’s probiert, aber es ging nicht.
Am nächsten Tag mussten wir unsere ganze Kampfmontur anziehen und aufs Feld um Sanitätsübungen zu machen. D.h. Kampfanzug, GT (Grundtrageinheit), Kampfrucksack und Gewehr. Dann übten wir wie man verletzte aus der Schusslinie trägt. Man machte also 2er Gruppen, dann kam der Wachtmeister und sagte z.b. dein Kamerad hat keine Beine mehr, wie ziehst du ihn raus. Oder so. das sieht dann zum beispiel so aus, das man über den Soldaten kriecht, als wolle man ihn penetrieren, dieser hält sich dann mit seinen armen um meinen Körper umschlungen an mir fest und ich muss weiterkriechen, mit einem zusätzlichen Soldaten. Das ganze mir dem vollen Balast versteht sich. So eine Scheisse. Dann mussten wir noch jemand über die Schulter nehmen und so 30m rennen. Kotz. Irgendwann kamen dann die Druckverbände an die reihe. Sau einfach, dummerweise waren wir dann viel zu früh fertig. Und was macht Mann wenn man zu viel zeit hat im Militär? Richtig, die zeit ausfüllen. Wir also im Laufschritt den ausbildnern hinterher, auf einen kiesplatz, dort 30 Liegestützen im Dreck absolvieren, anschließend zurückrennen und schon sind wir wieder im zeitplan.
Am Abend standen wir dann in der vollen Montur in 4er reihe und der Adjudant sagte, morgen gehen wir auf den Waffenplatz und werden zum ersten Mal schiessen.
Da hat’s bei mir irgendwie klick gemacht. Der Groschen war sozusagen gefallen und angekommen. Die Vorstellung ich schieße auf irgendetwas und werde später auch noch mit Handgranaten, echten richtigen Handgranaten herumhantieren, gab mir den Rest. Gleich nach dem Abendverlesen bin ich zu meinem Zugführer gegangen und habe mit aufgelöster stimme um einen Termin beim Psychiater gebeten. Dieser fragte mich was denn los sei, ich habe ihm geantwortet, ich könne unmöglich und auf gar keinen fall auf irgendetwas schießen und sei es nur ein Kartonschild. Er hat dann gesagt, ich solle mich beruhigen, er werde einen Termin arrangieren, ich müsse einfach damit rechnen, umgeteilt zu werden, weil ein Füsilier ohne Waffe sei ein wenig Witzlos. Da hat er nicht ganz Unrecht.
Beruhigt ging ich von dannen und ass Abendbrot. Am nächsten morgen hiess es plötzlich: „Rekrut melden sie sich beim Hauptmann.“ Warum, dass wurde mir bald klar, er hatte den Auftrag mich weich zu klopfen. Mit Psychologe war nix. Er hat also auf mich eingeredet und mir gedroht, dass ich wegen Befehlsverweigerung bestraft werden würde und dann im Knast landen würde. Das war mir aber völlig Wurst, ich hatte beschlossen nicht nach ihrer Pfeife zu tanzen wenn nötig nahm ich auch Gefängnis in kauf.
Das einzige was ich bei dem Gespräch, wenn man es dann so nennen will, sagte war: „Ich schieße nicht“ „Ich kann nicht schießen“ oder „Ich weiß aber ich schieße trotzdem nicht.“
Irgendwann wurde es ihm zu blöd und er sagte, dass ich am nächsten tag unter Aufsicht schießen werden und das ich bestimmt nicht zum Psychologen gelassen werde. Darauf hin ließ ich wieder mein Sätzchen los: „Ich schieße nicht; Heute nicht, morgen nicht, ich werde nie schießen.“
Am nächsten gestressten morgen, wurde ich aus der Kolonne geholt, in 1 stunde hatte ich einen Termin beim Psychologen.
to be continued...
Wenn wir zusammen in einer Truppe gewesen wären und ich sowas erlebt hätte, ich glaube da wäre ich durchgedreht wenn ich gesehen hätte wie schlecht es einem Kollegen geht.
Sowas !!!!
Ich kann nur sagen, freut euch auf das Hörspiel, wenn es fertig wird, da könntet ihr gewisse Elemente wiedererkennen, ohne das ich je beim Bund war oder so etwas erlebt habe.
Nur ich hatte mir so etwas so ähnlich schon vorgestellt.
dennoch hörte sich das alles sehr hart an und ich wüsste nicht wie es mir gegangen wäre :( spätestens bei dem film wo du angesprochen hast ...
ich kann sowas einfach nicht sehen ... ECHTE gewalt oder ECHTE verletzungen ... zeigt mir einen actionfilm oder sonstiges wo geschlachtetwird kein problem ... da kann ich sogar teilweise lachen ... aber wenn ich etwas sehe wo ich weis ... DAS IST ECHT ... dann kann ich nicht mehr schlafen und vergesse diese bilder nie :(
habe einmal auf rotten.com mir 3 bilder oder so angesehen ... aus dummer neugier ... diese bilder verfolgen mich nun schon seit ein paar jahren :(
Aber das soll kein verspäteter Aufruf zum Durchhalten sein - sondern vielmehr die Nachfrage ob's denn in der Schweiz nicht die Möglichkeit gibt vorher klarzumachen das man sich auf Gewissensgründen nicht in der Lage sieht an der militärischen Ausgbildung teilzunehmen. Wenn man dies glaubhaft versichert, dann kann man in Deutschland auf den sog. Zivildienst ausweichen (soziale Tätigkeit z.B. in Krankenhäusern, Altenheimen usw.). GIbt's sowas nicht in der Schweiz ? Würden sich doch alle Beteiligten einen Gefallen mit tun... ?
@ Shield
Ja diese möglichkeit gibt es hier in der Schweiz genau so.
Nur leider war ich zu blöd mich damit auseinander zu setzten. Das ganze ging mir dermassen am Arsch vorbei und hat mich absolut nicht intressiert. Als der Oberst an der Rekrutierung gefragt handt, ob ich Füsilier werden will, hab ich nur so gesagt, "jaja schon recht, kann ich jetzt nach hause":D Ich könnte mich hauen. Naja, bald seht ihr wies weiter ging :)
habe einmal auf rotten.com mir 3 bilder oder so angesehen ... aus dummer neugier ... diese bilder verfolgen mich nun schon seit ein paar jahren :(
Wir durften uns heute in Geschichte lauter zusammengeschnittene Schlachtaufnahmen aus dem 2. Weltkrieg ansehen(nichts nachgespieltes, sondern Originalaufnahmen) und da hat man auch gemerk, wie meine Klasse(normalerweise die lauteste ihres Jahrganges) langsam bedrückt immer tiefer im Stuhl zurücksank. Das hat meine Abneigung gegen Waffen und Gewalt noch einmal wesentlich gestärkt, weshalb ich auch auf jeden Fall Zivildienst machen werde, statt zum Bund zu gehen. Krieg ist echt furchtbar und das, was ich da gesehen habe, war heftiger, als ich es mir jemals vorgestellt hatte und gerade deshalb so abstoßend, weil es nicht so dramatisch und theatralisch wie im Film war, sondern die Soldaten teilweise einfach nur auf eine Wandaus Rauch und Nebel zurannten und getroffen wurden, bevor sie ankamen. Vollkommen schlicht und abartig. Sowas ist mir zuwieder :(.
Naja, da ich zu dem Zeitpunkt noch keinen Ausbildungsplatz hatte, dachte ich mir "oooch, dann melde ich mich später ab."
~dotz~
Das bedeutete dann einen Hürdenlauf durch sämtliche Ämter, zum Anwalt bis ich zu einer Politikerin ging und der kurz gesagt habe was mein Anliegen ist.
Die meinte nur "Was, der Bund zieht sie ein trotz einer Ausbildungsstelle und obwohl sie 2 Brüder dort hatten, das wollen wir erstmal sehen !"
Zehn Minuten später rief sie mich an und meinte nur "Alles geregelt."
Danach rief mich dann der Einberufungstyp an und meinte nur "Es tut mir sehr leid, das muss ein Missverständins gewesen sein, sie werden selbstverständlich von der Liste gestrichen"
HUA HUA HUA !!!
Wir durften uns heute in Geschichte lauter zusammengeschnittene Schlachtaufnahmen aus dem 2. Weltkrieg ansehen(nichts nachgespieltes, sondern Originalaufnahmen) und da hat man auch gemerk, wie meine Klasse(normalerweise die lauteste ihres Jahrganges) langsam bedrückt immer tiefer im Stuhl zurücksank. Das hat meine Abneigung gegen Waffen und Gewalt noch einmal wesentlich gestärkt, weshalb ich auch auf jeden Fall Zivildienst machen werde, statt zum Bund zu gehen. Krieg ist echt furchtbar und das, was ich da gesehen habe, war heftiger, als ich es mir jemals vorgestellt hatte und gerade deshalb so abstoßend, weil es nicht so dramatisch und theatralisch wie im Film war, sondern die Soldaten teilweise einfach nur auf eine Wandaus Rauch und Nebel zurannten und getroffen wurden, bevor sie ankamen. Vollkommen schlicht und abartig. Sowas ist mir zuwieder :(.
SOWAS zeigt man euch in der SCHULE? ... spinnen die? ich finde solche bilder sollte man niemandem aufdrücken !!! erst recht keinen (nimms mir nicht übel) schulkindern ... bei soldaten ist das was anderes die müssen sich an so einen anblick gewöhnen ... aber das ist noch mehr ein grund dieses zu boykotieren (schreibt man das so!?)
wie du richtig sagst ... in filmen ist das anders ... siehe z.b. der solat james ryan ... der film ist total doof finde ich ... die einzig "realistische" (aber auch grausamste) szene ist die landung in der normandie (schon wieder ein schweres wort :D) da haben beide seiten große verluste gemacht und es waren eben abgetrennte gliedmaßen etc zu sehen ... aber wie gesagt ... da kneife ich zwar auch ein bissle die augen zu ... aber ich weis nun mal dass das nicht echt ist und es sieht auch einfach anders aus ... der rest ist wie ein spiel ... zu fünft rennen die da einfach so rum ... ratschen ein bisschen ... und ballern 50 BÖSE nazis über den haufen .. einfach mal so ... von den amis stirbt natürlich keiner ... das ist einfach nicht realistisch ...
die realität sieht nämlich so aus ... zuerst verreckt man schon beim fallschirmabsprung hinter die feindlichen linien ... wenn es soweit überhaupt kommt ... (da ja auch das abwurfflugzeug schon zerschossen werden kann) die wenigen überlebenden rotten sich zusammen und müssen mit minimaler munition und ausrüstung sich zum nächsten posten durchschlagen (sprich sie können nicht ohne ende einfach rumballern was das zeug hält) auf dem weg dahin ratschen sie ein bisschen ... BUMM ... der erste tot ... mist ... umschau nach dem schützen ... bumm der nächste im eimer ... und dann erst wenn man glück hat weis man erst woher der schuss kam ... wenn man es schafft fehlen dann einem nur 3 mann bis man den schützen erledigt hat ...
ich finde diese vorstellung einfach nur krass ... ein kumpel der beim bund war erzählte mir mal von einer übung wo sie scharfschützen im wald entdecken mussten ... sie die kompanie ... war auf der lichtung gestanden und mussten getrante scharfschützen zählen ... irgendwann mussten sie sagen wie viele sie entdeckt hatten ... ich sage jetzt mal 5 von 50 haben sie entdeckt so sagte es mein freund .... und das ist einfach der hammer ...
allein diese vorstellung ... du marschierst mit deiner kompanie an einem wald vorbei ... redest ein bisschen mit deinem kamerad nebenan ... tauscht eine zigarette ... plötzlich ... zack ... dein "freund" fällt um ... tot ... und der nächste bist du .... sowas will ich nie und nimmer erleben ... einfach so ausgelöscht werden ... so aus dem nichts sterben :( das ist schrecklich ...
sorry aber ich weis nicht wie ich euch meine meinung dazu besser schildern soll ... ich finde es einfach grausam ... dieses geballer ...
cod z.b. hat mir da auch geholfen muss ich sagen ... ich bin an das spiel nicht ran gegangen so nach dem motto ... cool ein neuer shooter .. haha nazis (menschen töten) sondern ich habe mich echt versucht in die lage des soldaten zu versetzen und das klappte sehr gut bei mir ... meistens bin ich nur kauernd in einer ecke gehockt und habe gehofft dass meine kameraden das schon ohne mich schaffen ... bis dann ein vorgestzter mich angebrüllt hatte ... fiestapavel nehmen sie die panzerfaust und zerstören sie den panzer ... und das ganze spiel in einer lautstärke ... mein lieber scholli ... ich meine ihr kennt das ... mit dem mg's etc was das für ein lärm war ... ich war immer heilfroh wenn mal nicht geballert wurde ... und dann das dinges mit der russenkampagne ... wo man den roten platz stürmen muss ... OHNE WAFFE ... da hats bei mir ganz aufgehört ... rennt man zurück erschießen einen die eigenen leute weil man desateuer ist ... rennt man weiter ... die sogenannten feinde ... ich war soooowas von froh als das spiel aus war ... aber das hatte mich echt gelehrt dass ich NIEMALS in einen krieg ziehen möchte und wie schrecklich das sein muss ... also von dem her toller lerneffekt ... so eine erfahrung konnte vorher kein spiel vermitteln finde ich...
so sorry f...
Nachdem mir der Termin gegeben wurde, musste ich ca. 2 Std auf dem KP warten. Das ist der Kommandoposten. Dort hatte ein WK Soldat dienst nach 21 Wochen Rekrutenschule muss man 8 Wk’s à 2 Wochen machen. Dieser hatte ebenfalls voll der Anschiss und freute sich über zusätzliche Gesellschaft. Nicht das er davon zu wenig gehabt hätte. Alle Rekruten die einen Arzt Termin oder so was hatten, wurden ins KP zugeteilt, in dem kleinen Büro mit 3 Laptops Sassen, lagen und Langweilten sich also ein WK Soldat und 8 Rekruten. Die Idee war die, dass die Rekruten im KP helfen würden. Aber es gab nichts, aber auch wirklich gar rein nichts zu tun.
Dann nach ewigem Däumchendrehen kam ich zum Psychologen. Ich war sehr aufgeregt, weil ich extrem schiss hatte, das dieser mich sofort wieder aufs Feld stellen würde.
Diese angst war jedoch unbegründet, ich sprach ca. eine Stunde mit ihm und am ende sagte er, er sehe mich auf keinen Fall mit der Waffe. Beim Gespräch hatte ich betont, das es schon vorgekommen sei wie ich die Kohntrolle verlor. J Er sagte mir, er werde das prüfen und sich beim Feldwebel für einen zweiten Termin melden, um die Sache noch mal zu betrachten. Ich bin solange dem KP zugeteilt.
Super
Erst mal war also die Ungewissheit weg, ob ich wieder aufs Feld muss. Ich ging also zurück ins KP und schaute das ich möglichst viel Zeit verbiet während des Wartens auf den Sanktnimmerleins Tag.
Ich wurde meister im Pinnball, ich bekam aufgaben wie z.b: „REKRUT, IN DER GANZEN KASERNE SIND DIE ZETTEL AN DEN ANSCHLAGBRETTERN MIT 4 REISNÄGELN AUFZUHÄNGEN, NICHT MIT 2. AUSFÜHREN MAAAARSCH“ Leider waren solche aufgaben nicht wirklich anspruchsvoll, aber ich konnte die zeit strecken durch eingehendes Studium der Boden und Deckenplatten in der Kaserne. Irgendjemand hatte ein paar DVD’s herumliegen Gott sei Dank. An den ersten zwei tagen haben wir noch aufgepasst, wenn ein Offizier reinkam. Danach haben wir nichtmal den Ton runtergeregelt.
Dann war Wochenende. In der Schweizer Armee dauert das Wochenende von Samstag 7:00 bis Sonntag 23:30.
Nicht wirklich Zeit für Entspannung also. Nach dem abtreten sind alle wie der Teufel los und auf den Zug. Nach 2.5 std war ich in meinem geliebten Bern und ging als erstes eine Sony PSP kaufen. Ich füllte den Speicherstick mit Simpsons folgen, kaufte 2 filme und ein Snowboardgame. Welch kluge Anschaffung zu Zeiten des Militärdienstes :D
Ich lümmelte weiterhin auf dem KP rum, bis es am Dienstag hiess, antreten beim Psychologen.
Das Gespräch verlief sehr kurz, wir machten aus, dass er probierte mich in die Post zu versetzen.
Nach weiteren unglaublich langweiligen und mühsamen tagen, weil sich die Rekruten im engen Büro langsam gegenseitig auf den kecks gingen, wurde ich vom Feldwebel in die Post beordert.
Und ich muss sagen, dass ist der lockerste Job im ganzen Militär. Ich war dafür zuständig Das die Briefe und Pakete bei den Rekruten ankamen.
Leider war ich nur Kompaniebriefträger, dass hiess ich musste den ganzen Scheiss immer noch mitmachen. Wäre ich richtig zur Post zugeteilt worden, hätte ich meine ganze Becknackte Ausrüstung ins Postzimmer hieven können. Dort gibt es keine Zimmerordnung und auch sonst wird man in ruhe gelassen.
Durch einen geschickten Winkelzug gelangte ich jedoch trotzdem ins Zimmer.
Ich fragte den Postchef als er abgelenkt war ob ich ins Postzimmer umziehen dürfte.
Dieser sagte unbedacht Ja und ich zog um :D
Irgendwann kriege das der Postchef doch mit uns sagte ich soll wieder an meinen vorherigen Platz. Darauf sagte ich, das ich die 25- 30 kg material schon umtransportiert hatte. Er entgegnete ich soll mich beim Feldwebel melden und machen was er sagt. Ich also zum Feldwebel gehuscht. „Hauptfeldwebel, Rekrut Plänk“
„Rühren Rekrut was gibt’s“
„Ich bin ins Postzimmer umgezogen und... “
„Waaaaaas???? SOFORT UMZIEHEN“
„Aber der Postchef hat gesagt ich solle umziehen“
Nun gut. Mein Tag als Postordonanz sah folgendermassen aus:
5:30 aufstehen wie alle anderen, dann sofort in die Post runter um dem Postchef zu zeigen, das ich da bin. Dann geht der Postchef weg (er züchtet nebenher noch Schafe. Glaubt mir, das riecht man) bis um 13:00
Dann bin ich bemüht nicht aufzufallen und allen Offizieren aus dem weg zu gehen. Ich gehe auch nicht ans Hauptverlesen sondern, schaue von einem Fenster der Kaserne aus zu wie alle zusammengestaucht werden und frieren, gleichzeitig fallen viele Rekruten beim Einmarsch auf die Fresse, weil es gefroren ist und nicht gesalzen wird. Dann spiele ich ne runde auf der PSP
8:30 kommen die Briefe und Pakete. Ich sortiere diese nach Zug, trage die Pakete in eine Liste ein und hänge diese überall auf damit jeder die Dinger um 18:00 bei mir abholt. Dann lege ich Zeitungen auf zwei Tischen in der Kaserne aus und nehme en paar für mich. Anschliessend verdünnisiere ich mich aufs Zimmer. Meist so um 10:00 und lese Zeitung, spiele PSP.
11:00 Mittagessen für die Postleute
11:30 Ich gehe mit der Küchenmannschaft aufs Feld um die Briefe zu überbringen. Pakete gibt’s erst am Abend, weil diese auf dem Feld nicht grad sehr praktisch sind. Das tolle an diesem Job ist auch, dass dich alle Mögen. Wenn du um die Ecke biegst, grüssen dich alle in freudiger Erwartung :D
Meist kann ich am Mittag noch irgend eine beschissene Übung bestaunen. Es ist wirklich toll. Die füsiliere mühen sich ab im Dreck, die Kochmannschaft ist am Töpfe umhertragen und der einzige der nichts macht bin Ich :D
13:00 Es geht zurück in die Kaserne
Nun habe ich bis 18:00 nichts mehr zu tun, ich muss einfach die ganze Zeit aufpassen, dass mich kein Offizier sieht sonst Hab ich plötzlich irgendeinen blöden Job am Hals. Musste schon so für einen Affen seine Jacke in den Trocknungsraum hängen. Ok das ist ja kein Problem, aber das gibt es noch gaaaaaanz andere Aufgaben.
Ich spiele also PSP, lese die Zeitung zum x ten mal durch, penne ne runde und schaue mir die interessanten Strukturen der Decke über meinem Bett an.
Ab und zu Tratsche ich mit den Betriebssoldaten. Das sind die Rekruten, welche die Kaserne in Schuss halten. Sprich Putzmänner :D sie sind dermassen gelangweilt, dass sie sich geradezu auf jede Aufgabe stürzen, sie putzen die Toiletten mit Freude. Naja irgendwann werde ich auch soweit sein.
18:00 ich verteile die Fresspakete an die Rekruten. Geht problemlos, fast alle holen brav ihre Pakete ab, den anderen bringe ich sie ins Zimmer oder wo sie gerade sind. Das dauert höchstens ne halbe stünde. Danach Hab ich Feierabend. Wenn die anderen Rekruten Ausgang haben, hab ich das auch. Aber das macht mir nicht so Spass. Überall diese grünen Männchen. Urks. Naja ein Bier Hab ich vor dem Heimweg Hab ich noch immer genommen :D
So zogen die tage ins Land und ich stellte mich auf 21 Wochen Langeweile ein und fand mich allmählich mit der, doch sehr angenehmen, rolle des Briefträgers ab.
An einem Tag hatte die Truppe Nachtübung. 10km Marsch. Erst hatte ich die Befürchtung, dass ich auch mit musste. Die angst war jedoch unbegründet. Wir Rekruten im rückwärtigen dienst mussten im KP warten und Wachbleiben, biss die anderen vom Marsch zurückkamen. Um ca. 2:00 in der Nacht kamen sie zurück. Wir wussten kaum noch wie wir uns wach halten sollten. DVD war nicht, da ist die hälfte gleich eingehschlaffen. Es stellte sich ein Gefühl von unangenehmer Belämmertheit ein. Wie man es kennt, wenn man die ganze Nacht durchgemacht hat. Und dabei waren unsere Betten 20m entfernt L Naja, man kann ja nicht alles haben.
Am Donnerstag musste ich zum Feldweibel. Er sagt mir ich hätte einen Termin beim Schulkommandanten. Einem Oberst. Recht hohes Tier also. Am Abend wurde ich also zum Oberst gefahren.
Er machte mich nochmals zur Schnecke.
Er fragte mich aus, über meine „Kontrollverluste“ in der Vergangenheit.
„Wie hiess das Opfer?“ „Zu welchem Arzt ging es“ „Welche Verletzungen trug es davon“
Woher zur Hölle soll ich das wissen. Abschliessend sagte er, er werde meine angaben überprüfen. Aber sicherhoch, mit so einem Quatsch braucht er mich gar nicht erst zu nerven.
Bevor ich gehen konnte, kam noch die Gefängnis und Befehlsverweigerungs- Drohung. Dann konnte ich gehen.
Am nächsten Tag, also Freitag, musste ich am Abend wieder zum Feldwebel. „REKRUT SIE WERDEN AM MONTAG ENTLASSEN“
Hmm. Grosse Erleichterung überkam mich. Ich ging also am Samstag morgen ins Wochenende, kam am Sonntag wieder in die Kaserne. Gab am Montag morgen meinen ganzen Ballast ab. Um ca. 10:00 war ich fertig. Dann musste ich noch auf den Sold und die Entlassungspapiere warten. Diese bekam ich erst um 15:00 L
Dann fuhr ich heim, rief meinen Chef an und ging am nächsten Tag wieder zur Arbeit.
Aber was jetzt passiert weiss ich nicht. Ich muss wohl Waffenloser dienst leisten, aber wann wie und wo???? Keine Ahnung. Angeblich muss ich noch mal an die Rekrutierung, aber das ist nicht sicher. Die Offiziere haben es selber nicht gewusst.
Vorgestern Hab ich einen Brief bekommen, indem ich aufgefordert werde, den Militärhirnis meinen Lebenslauf und ein Straffregisterauszug zu senden.
????
Naja, irgendwann wird bestimmt wieder ein Brief kommen.
Ende
Die denken mit Sicherheit du wärst irgendso ein Oberbrutaler Pirat, der mal jemanden gekillt hat oder irgendwelchen Kindern die Loll'is geklaut hat.
Daher wollen die auch das Strafdingsbums sehen um sich davon zu überzeugen, das du die Wahrheit gesagt hast oder ?!??!
Denke ich mal so.
Scheint alles in allem eine seltsame Sache zu sein und der Oberst bei euch ist ja auch die Härte :D
Was ist denn ein WK-Soldat ? Wachkommando ?
ich bekam aufgaben wie z.b: „REKRUT, IN DER GANZEN KASERNE SIND DIE ZETTEL AN DEN ANSCHLAGBRETTERN MIT 4 REISNÄGELN AUFZUHÄNGEN, NICHT MIT 2. AUSFÜHREN MAAAARSCH“
Jau, solche Scherze gab's bei uns in der Grundausausbildung auch. Nur ohne das sinnvolle Potential. :D Wer irgendwie unangenehm aufgefallen war, der durfte z.B. ein 50 Kilo-Tau von Gebäude A nach Gebäude B schleppen. Wozu ? Damit der nächste Arschkartenzieher es wieder von Gebäude B nach Gebäude A schleppen konnte. :D
Oh, und ich durfte mal infolge (*räusper*) persönlicher Differenzen mit meinem Teileinheitsführer für ne Stunde die Grasbüschel zwischen den Gehwegplatten vor der Kampanie entfernen. Zum Glück kam dann der Spieß vorbei und hat mich freigesprochen ... wenig Wochen später hatte er mich dann in seine Teileinheit versetzt, und von dem Zeitpunkt an hatte ich eigentlich keinen Ärger mehr.... hat schon seine Vorteile wenn man direkt dem Kompaniefeldwebel unterstellt ist (der ist sowas wie der zweite Mann im Staat - die rechte Hand vom Kompaniechef und u.a. zuständig für die Anschisse). :D
Aber schön zu hören das auch in den Schweizer Kasernen gezockt wird. Wir hatten wochenlang einen PC auf der Stube stehen auf dem ich damals Monkey Island II durchgespielt hatte. :) War richtig Klasse weil ich damals für ca. ein Jahr überhaupt keinen Rechner hatte (Amiga war geschrottet & Geld für Ersatz nicht vorhanden ~heul~). Als unser Rechnungsführer (immerhin Oberfeldwebel) von dem PC Wind bekommen hatte verbrachte er manchmal die halbe Dienstzeit in unseren vier Wänden und mühte sich an Wing Commander ab - wenn das einer seiner Vorgesetzten mitbekommen hätte, mein lieber Scholli...
http://world-of-smilies.com/html/images/smilies/gewalt/bash.gif
In der schweiz dauert die RS 21 Wochen. Danach muss man eben solche Wiederholungskurse à 2 wochen machen, bis man 1jahr an diensttagen beisammen hat.
Die WK Soldaten sind also meist älter. Und lassen sich in der regel nicht mehr herumschubsen :D
fand alles toll zu lesen ...
das von plänk und shield ... (von gebäude a nach b und wieder zurück :D kann ich mir echt gut vorstellen)
@plänk wenistens scheinst du genug zeit gehabt zu haben deine PSP zu testen ^^
WK Soldat bedeutet "Wiederholungskurs Soldat"
In der schweiz dauert die RS 21 Wochen. Danach muss man eben solche Wiederholungskurse à 2 wochen machen, bis man 1jahr an diensttagen beisammen hat.
Oh, aha ... das ist völlig anders als bei uns. Bei der Bundeswehr gibt's nur Durchdiener: 3 Monate Grundausbildung nahtlos gefolgt von 6 Monaten Dienst in der Stammeinheit. Danach wird man entlassen und darf als Reservist alles wieder vergessen was man gelernt hat. :D Als solcher kann man allerdings das Pech haben irgendwann zu einer sog. Wehrübung wieder eingezogen zu werden ... kam aber schon zu meiner Zeit (vor 13 Jahren) höchst selten vor weil der Verteidigungshaushalt hierzulande knapp bei Kasse ist und sich solche Veranstaltungen kaum leisten kann.
Das beschissene an dden Wiederholungskursen ist, das dadurch der eigene Arbeitsplatz tendentiel gefährdet ist. Will man sich irgendwo bewerben und man hat noch WK's vor sich, dann gibts ein problem :(
Da geht es ganz schön zur Sache beim Schweizer Heer! Aber schön zu hören, dass Du es so vorerst beenden konntest!
Ich war ja "Gott sei Dank" nie bei der BW, wobei die Grundausbildung in meinem Berufszweig damals ähnlich war; aber nicht so unmenschlich und sinnlos wie beim Bund! :(
SOWAS zeigt man euch in der SCHULE? ... spinnen die? ich finde solche bilder sollte man niemandem aufdrücken !!! erst recht keinen (nimms mir nicht übel) schulkindern ... bei soldaten ist das was anderes die müssen sich an so einen anblick gewöhnen ... aber das ist noch mehr ein grund dieses zu boykotieren
@Pavel: Heutzutage tauschen die Schulkinder auf dem Pausenhof nicht mehr Nutella Fussballbilder, sondern Gewaltvideos auf dem Handy, von der Internetseite, die Du vorher genannt hast. (ist leider so! - das Internet macht es möglich :( )
Und wenn die Eltern bzw. auch Lehrer sich nicht darum kümmern, was ihre Kinder so machen, geht das so weiter.
Der Sinn von solchen Filmvorführungen an Schulen ist, die Schüler wachzurütteln und abzuschrecken. Es soll ihnen gezeigt werden, dass Gewalt keine Lösung ist, sonder grausam und unmenschlich.
:( Auch bzw. gerade in Kriegszeiten :(
Achja, nochmal zur Schule: Ich persönlich fand es gut, das gezeigt bekommen zu haben, denn kein Kriegsfilm der Welt kann so schonungslos und abschreckend wirken und das hat meine Abneigung gegen den Krieg und alles was dazu gehört nur noch mehr verstärkt, aber ich habe auch wirklich einen starken Magen und kann viel aushalten und trotzdem war mir hinterher ziemlich Übel, weshalb ich finde, dass man niemannden dazu zwingen sollte, sich so etwas anzuschauen.
Und was die Gewaltvideos auf dem Handy angeht finde ich sowas auch einfach nur abartig, aber das ist in Deutschland zum Glück noch nicht sehr verbreitet(ich habe da mal im Focus drüber gelesen, das scheint in England sehr beliebt zu sein) und auf meiner Schule habe ich das bisher noch nicht mitbekommen(Aber auf den Haupt- und Realschulen kommt das wohl mittlerweile auch bei uns schon vor, soweit ich weiß :( ). Sowas finde ich echt erschreckend, vor allen DIngen, dass es noch Leute gibt, die dumm genug sind, sowas nachzumachen...
Hi Chilotob
ich bin auf einer Berufsfachschule und manche Schüler zocken dort während der Pause CS1.6 oder CSS oder noch ganz andere Spiele. Ja gut es sind halt keine kleinen Kinder mehr aber trotzdem!!!!!!!!!!
Jupp, ich weiß. Ein gute Freund von mir geht auch auf so eine Schule in eine Laptopklasse und die zocken in den Pausen auch so ziemlich alles. Ich muss sagen, dass ich es auch besser finde, wenn sie irgendwelcche Spiele spielen, als wenn sie sich da mit ihren Laptops hinsetzen und Gewaltvideos gucken. Also mich stört das nicht, weil das alles Schüler im Alter vonn 16 - 18 Jahren sind, die eigntlich reif genug sein sollten, als dass das für sie kein Problem darstellen sollte.
Der Sinn von solchen Filmvorführungen an Schulen ist, die Schüler wachzurütteln und abzuschrecken. Es soll ihnen gezeigt werden, dass Gewalt keine Lösung ist, sonder grausam und unmenschlich.
:( Auch bzw. gerade in Kriegszeiten :(
Erstellt von TedHorn
Super Bericht Plänk, ich mein natürlich den Schreibstil! :D Hab den Text mit großem Interesse gelesen! ~respekt~
Da geht es ganz schön zur Sache beim Schweizer Heer! Aber schön zu hören, dass Du es so vorerst beenden konntest!
Ich war ja "Gott sei Dank" nie bei der BW, wobei die Grundausbildung in meinem Berufszweig damals ähnlich war; aber nicht so unmenschlich und sinnlos wie beim Bund! :(
@Pavel: Heutzutage tauschen die Schulkinder auf dem Pausenhof nicht mehr Nutella Fussballbilder, sondern Gewaltvideos auf dem Handy, von der Internetseite, die Du vorher genannt hast. (ist leider so! - das Internet macht es möglich :( )
Und wenn die Eltern bzw. auch Lehrer sich nicht darum kümmern, was ihre Kinder so machen, geht das so weiter.
Der Sinn von solchen Filmvorführungen an Schulen ist, die Schüler wachzurütteln und abzuschrecken. Es soll ihnen gezeigt werden, dass Gewalt keine Lösung ist, sonder grausam und unmenschlich.
:( Auch bzw. gerade in Kriegszeiten :(
ist aber schon sehr traurig wenn man denen sowas zeigen muss damit die wach werden ... wenn es denn überhaupt etwas hilft ... das heizt doch noch eher an ... nach dem motto das ist doch langweilig ... schau mal was ich da auf dem handy habe ...
aber stimmt schon .. zu hause fängt es an ... und da sollte mehr getan werden .. es ist einfach schrecklich ... ich hoffe dass die zeiten besser sind wenn ich kinder haben sollte und dass auch ich mehr mache...
PS: ich wäre ja auch z.b. für schuluniformen - von wegen markenklamotten und so ...
Darin steht, dass ich in nächster zeit vor eine Gewissenskomission zitiert werde, die dann entscheidet, ob ich waffenlosen dienst machen kann oder nicht. :( Toll. Jetzt muss ich mich nochmal vor irgendwelchen deppen rechtfertigen.
Wenn du denen zeigen kannst, das du wirklich ein Problem damit hast eine Waffe abzufeuern (Das hast du ja), dann dürfte das kein Problem sein denen das klar zu machen.
Die wollen ja mit Sicherheit nicht einen Nachweis über eine Straftat deinerseits sehen. Im Normalfall reicht es, wenn man sagt, das man moralische Skrupel hat eine Waffe zu verwenden.
Da gebe ich Passi Recht. Texte die Typen nochmal voll, dass Du ein Problem mit dem Abfeuern von Waffen hast und dann ist gut.
Ich würde da ganz locker rangehn. Du bekommst das schon gebacken! :)
Und dann nichts wie nach Hause und eine Runde Battlefield 2 daddeln. :D ;)
http://schildersmilies.de/schilder/peace.gif
Sie wollten mich sogar in den Zivildienst verfrachten, weil sie der meinung waren, so einer wie ich, stellt eine bedrohung für die anderen dar :D
War wohl ein wenig zu glaubwürdig.
Zivildienst geht aber ewiglange.
Darum mache ich jetzt Waffenlosen dienst als Betriebssoldat. D.h. Postordonanz oder Büroordonanz. Hoffa das ich den mist so besser überstehen werde. :)
Das heißt, du sollst lieber die Zivilisten gefährden, als die Soldaten. ;) Dann müssen wir uns im Forum ja vor dir in Acht nehmen. ;)
Als Betriebssoldat ist es bestimmt nicht so schlecht. Da musst Du dir dann wieder eine PSP kaufen ;)
Grüsse Ted
In der Einwöchigen Schiessverlegung sah ein Tag vollgendermassen aus.
Tagwache um 5:30. Morgenessen. Dann wurde ich zu den Figuranten zugeteilt. Figuranten sind die Übungsobjekte der Füssiliere (Das sind Infanteristen). An ihnen wird zum Beispiel das Festnehmen geübt, folglich sind die Figuranten in Zivil und müssen sich benehmen wie Terroristen.
Wir erhielten den Befehl mit voller Kampfpackung (Kampfrucksack, Gewehr, Trageinheit) auf den zuständigen Leutnant zu warten. Nach ca. einer Stunde tauchte dieser auch irgendwann auf und entsetzte sich darüber, dass wir nicht in Zivil sind. Na gut, also sind wir uns umziehen gegangen. Die meisten hatten nur den Sportdress da. Alles andere war Militärisch grün. Nach dem umziehen erblickte der Leutnant eine versiffte Truppe aus möchtegern Sportlern couchpotatoe-trainer tragende Affen und in kurzen Hosen herumlümmelnde Bleichgesichter.
Dann mussten wir alle in den Lastwagen einsteigen um weitere Figuranten abzuholen. Als diese auch mit von der Partie waren, fuhren wir zum Schauplatz der heutigen Aktion. Schön blöd nur, dass wir uns auf einer Alp befainden. Diese war mit Schnee und Eis bedeckt.
Leider unmöglich, dort mit den Kampf- Radschützenpanzer der Schweizer Armee durchzukommen. Der Leutnant, gar nicht dumm, verlegte die Aktion desswegen auf den Kasernenvorplatz.
Flugs wurde wieder Eingebootet und zurückgefahren, mit dem Befehl im Essraum auf den Leutnant zu warten. Ein paar gestandene Füsiliere haute es auch gleich, ob der angenehmen wärme im Saal, um und sie verbrachten den Rest des Morgens schlafend ausgestreckt auf einer Sitzbank.
Wir Betriebssoldaten aber, die wir so schon den ganzen Tag schliefen, vertrieben uns die zeit mit Zeitung lesen. Mein Kamerad fing an mit dem Feldstecher die Decke zu untersuchen.
Nach ca. zwei Stunden mussten wir an einer Strassensperre vorbei Joggen um die Rekruten für den Feind zu „Sensibilisiern.“ Danach gab es eine halbe stunde Pause. Ist ja auch brutal, diese Beanspruchung von Mensch und Material.
Danach wurde es endlich spannend. Wir bekamen eine Bananenkiste, welche unsere Bombe darstellen sollte und wurden angewiesen an einer Stelle im Tal zu warten und die patroullierenden Spähpanzer durch „verdächtige Handlungen“ auf uns aufmerksam zu machen. Gesagt getan. Wir verschoben an die Stelle, legten die Bananenkiste, auf welcher gross und deutlich „Bombe“ stand, an den Strassenrand. Wir taten es der Bombe gleich und legten uns in die wärmende Sonne.
Irgendwann einmal zwischen, blöckenden Kühen, zirpenden grillen und Traktoren höhrten wir das Charakteristische dröhnen dreier Kampfpanzer. Sofort fingen wir an uns mit einem Gummimesser zu erstechen und die Bananenkiste immer wieder von einem Ort zum anderen zu tragen. Ich entdeckte unter einer Treppe eine rote Christbaumkugel. Mit viel elan und schwung schmiss ich das Teil auf den vordersten Panzer. Leider war die Kugel aus Kunststoff und ging nicht kaputt. Dafür machten die drei Panzer einen Notstop, blockierten die Strasse richteten die 20mm mg's aus und entliessen 30 bewaffnete Füsiliere ins freie.
Thja Figurantenauftrag erfüllt. Ich hab eigentlich immer geglaubt, Terroristen versuchen möglichst wenig Aufsehen zu erregen, aber da lag ich wohl falsch. Der Leutnant hat bestimmt recht und wird mit seiner, in vielen Theoriesäälen erworbenen Kampferfahrung, recht haben.
Weiter gings, wir wurden angewiesen an einen anderen Platz zu fahren und dort zu warten.
An diesem Standort hatte es eine Kneipe, leider war sie Geschlossen. Während wir also dort warteten hatte leider niemand von uns die Erleuchtung was wir den jetzt hier tun müssen. Kein Panzer weit und breit.
Der Hahn krähte 12 Uhr und wir machten uns auf zum Mittagessen in die Kaserne zu gehen.
Nach dem Mittagessen versammelten wir uns wieder vor besagter Kneipe und warteten. Ein Wachtmeister kam vorbei und Kotzte vor sein Auto. Offensichtlich hat er einen über den Durst getrunken letzte Nacht.
Irgendwann kommt auch mal wieder unser Leutnant vorbei und weist uns an, in eine nahe gelegene Kiesgrube zu fahren. Dort mussten wir so tun als würden wir ein Munitionsdepot ausräumen. Wir machen uns bereit, stellen das Auto günstig hin, taten so als würden wir Kisten einladen Ich mit zwei übungs Handgranaten in der Tasche und mein Kumpel mit ner Pistole im Gürtel.
Aber kein Panzer weit und breit.
Na gut, wir kletterten auf einen Kieshaufen und pennten ne runde.
Und, oh Freude, irgendwann kam tatsächlich ein Panzer, jetzt gabs Action. Wir, wie der wind die Kisten eingeladen, ins Auto gestiegen und Bleifuss los. Der Panzer versperrte uns den Weg, die Füsiliere schrien zetter Mordio wir wurden aus dem Auto gezerrt, auf den Boden geworfen und mit Kabelbinder gefesselt. Der Oberst welcher das geschehen beobachtete, lächelte glücklich, Auftrag erfolgreich ausgeführt. Nur blöd haben die Füsiliere vergesssen uns zu durchsuchen und uns also bewaffnet gelassen.
Egal
Es wird in die Kaserne gedüst und zu Abend gegessen.
Kamerad XY hatte heute Krank simuliert, als wir hereinkamen, probierte er gerade einem Stuhl ein Bein abzuschnitzen.
Ich musste noch helfen Essen aufs Feld zu bringen, weil die armen Schweine, namens Füsiliere, auf dem Feld essen mussten und anschliessend noch Nachtübung hatten.
Zurück in der Kaserne ging ich pennen. Ca. 3 Stunden vor Lichtlöschen und somit verbotenerweise.
Aber was sollte ich sonst tun?
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So. das war mal der erste bericht. Habe während den ersten wochen dann doch noch meine PSP an einen rekruten verkauft. Ich fand irgendwie blöd, die ganze zeit zu zocken. Hab dann auf bücher lesen umgestellt.
Ist das Thema Bund (oder wie es in der Schweiz heisst), denn jetzt für dich für immer erledigt Plänk ????
Und Kopf hoch ! ~kopfhoch~
In der Schweiz muss man nach der rekrutenschule sogenannte WK's leisten. Diese dauern je 3 wochen und müssen bis zum dreissigsten altersjahr gemacht werden.
D.h. ab jetzt gibts pro jahr drei wochen Militär. Allerdings sind wk's ziemlich sagen umwoben.
von dreiwöchigen Saufgelagen, bis zu winterschlafartigen dauerschläfern ist alles zu höhren. Ist also nicht mehr soo der wahnsinn.
Ich hab meine neue einteilung schon gekriegt.
Ich bin in Luzern stationiert, immerhin ein wenig in meiner Nähe, und werde dort die höhere kaderschule putzen müssen.
Mal schauen. einen WK mach ich bestimmt. wenns scheisse ist, verweigere ich den rest. dann muss ich halt ne strafe zahlen. Das ist aber auch egal.
Einfach gucken, dass man wenig verdient ;)
Finde Plänk:
http://www.dekonstruktiv.ch/stuff/aaachtung.jpg
1177706750]
Diesen Teppich hab ich mir extra fürs Militär wachsen lassen. Stimmt, das ist verboten. Aber im Gesetz steht, die rekruten dürfen nicht zwangsfrisiert werden, wenn sie zu lange haare haben, müssen sie ein Haarnetz tragen.
Ewig lang hat niemand was gesagt und irgendwann musste ich doch ein Haarnetz tragen. lol
Ich hatte schon so viele Haare, das ich weder das Bèret noch die Militärmütze anziehen konnte. Musste sie einfach auf den Kopf legen :D
Die höheren haben sich alle aufgeregt. Und in der letzten woche hab ich mir extra doch noch die haare abrasiert :DD
@Plänk
Ich selber hasse es so nen Teppich auf dem Kopf zu haben, wenn bei mir die Haare bis an die Augenbrauen kommen, müssen sie ab. Ich kann das einfach nicht haben.
Ischa lustig ! Das ihr so ein Erinnerungsfoto bekommt. Zumal dir die Zeit ja auch voll Spass gemacht hat :D
Wenigstens haben wir jetzt einen voll ausgebildeten Killer für unsere Höllendämonen hahaha :D
(Hoffe ich zumindest, aber so wie es scheint hast du ja nicht wirklich das Killen von Dämonen gelernt :D)
~heul~ wer soll uns denn nun reeeettten !!!
Muss wohl mal wieder nach im Rufen !! TYYYBOOOOOT :D
(Oder einfach in Spotlight vorbeilatschen und ihn mal hier rein prügeln :D hahaha Aber irgendwie hat er wohl ein bisschen zuviel Spass daran sich mit den Konsoleros zu nerven hahaha ~engel~)
Ich kann ja noch ein paar brutale Maschinen entwickeln. Bin ja im schweren Maschinenbau beschäftigt hua hua hua :D