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Das Ghul - 22.08.2007 - 00:04
Leben ist Sterben. Leben ist Machtgewinn. Also ist Sterben Machtgewinn. Also bin Ich nicht der, der lebt. Fragt sich nur, ob Ich der bin, der tot ist.
Persephone - 22.08.2007 - 16:24
Halt halt halt...
Leben ist nicht sterben. Leben ist leben, und sterben beginnt, wenn das Leben schwindet.
Leben ist auch nicht automatisch Machtgewinn, finde ich... Kommt drauf an, wie man Macht definiert... Eine Lawine bspw. lebt auch nicht, und doch hat sie Macht, mehr Macht als die Skifahrer, die sie begräbt.
Dem Sterben als Machtgewinn stimme ich daher auch nicht so zu... Und wie kommst du von den ersten drei Sätzen auf die letzten beiden Schlussfolgerungen?
Das Ghul - 23.08.2007 - 00:04
Das Leben beginnt aber in dem Moment zu schwinden, in dem man geboren wird. Um die Lawine miteinzubeziehen, könnte man es vielleicht auch mit Existenz übersetzen... Machtgewinn hingegen definierte ich als einen konstanten Zuwachs an Möglichkeiten.
Ob dies wohl in der Lage ist, deine Ansichten über den Rest zu ändern...?
Persephone - 23.08.2007 - 15:52
Biologisch gesehen 'schwindet' das Leben erst ab dem 25sten Lebensjahr - denn dann erreicht der Körper sein 'Leistungsmaximum'. Allerdings stehe ich dort auch nicht so dahinter, hinter solchen Formeln: das ist der Höhepunkt des Lebens usw.
Ich kann dem einfach nicht zustimmen, dass man stirbt, während man lebt. Man altert ab dem Zeitpunkt des Entstehens... und Teile des Körpers sterben auch andauernd, seien es nun Zellen bei Muskelkater oder nach Besäufnissen oder durch Schnitte. Aber DAS STERBEN beginnt für mich erst, wenn die Regeneration aufhört/nicht mehr schnell genug ist und man eben... langsam oder schnell stirbt, weil die Körperfunktionen nicht mehr ausgeführt werden können.
Zum Machtgewinn... okay, was logisch ist: etwas das nicht existiert, hat auch keine Möglichkeiten, von daher ist natürlich die Existenz ein Zuwachs an Möglichkeiten - ein Machtgewinn. Aber konstant??? Das würde ja bedeuten, dass sich etwas existierendem beständig neue Möglichkeiten offenbaren... und das kann ich absolut nicht bejahen! Irgendwann hat jedes Lebewesen/Ding das Maximum seiner Möglichkeiten erreicht, und auf diesem Level bleibt es dann, schwankt darum und fällt schließlich wieder ab.
Aber dessen ungeachtet versuche ich jetzt einfach mal, es so stehen zu lassen wie es ist. Und versuche es so zu interpretieren, als wäre ich damit einverstanden.
Dann sind die ersten drei Sätze von klarer Logik. Aber ich frage mich immernoch... wie kommst du von ihnen auf dich? Ich sehe da nicht den geringsten Zusammenhang...!
Leben = Sterben
Leben = Zuwachs an Möglichkeiten
Sterben = Zuwachs an Möglichkeiten
Ich = nicht lebendig
Ich = tot?
Wie kommst du darauf?
Das Ghul - 23.08.2007 - 21:15
Wenn die Regeneration aufhört bzw. nicht mehr schnell genug ist... Was ist das dann anderes als ein Teil des lebenslangen Sterbeprozesses? Ist die Regeneration eben derjenige Teil, an dem man es als erstes bemerkt!
Natürlich offenbaren sich etwas existierendem beständig neue Möglichkeiten! Schon allein aufgrund der Tatsache, dass es sich entwickelt - Möglichkeiten müssen ja nicht immer gleich komplett neue Perspektiven (z.B.) bedeuten, dieser Machtgewinn kann sich auch einfach darin äußern, dass man bis gestern nur das A lesen konnte und heute das B lernt...
Tja, und wenn bis hier alles logisch richtig ist, stellt sich natürlich die Frage nach dem Ego... Wenn doch Leben und Sterben dasselbe sind - was verbirgt sich dann hinter diesem "Ich"?
Dämonenherz - 23.08.2007 - 23:38
Erstellt von Persephone
Biologisch gesehen 'schwindet' das Leben erst ab dem 25sten Lebensjahr - denn dann erreicht der Körper sein 'Leistungsmaximum'. Allerdings stehe ich dort auch nicht so dahinter, hinter solchen Formeln: das ist der Höhepunkt des Lebens usw.
Ich kann dem einfach nicht zustimmen, dass man stirbt, während man lebt. Man altert ab dem Zeitpunkt des Entstehens... und Teile des Körpers sterben auch andauernd, seien es nun Zellen bei Muskelkater oder nach Besäufnissen oder durch Schnitte. Aber DAS STERBEN beginnt für mich erst, wenn die Regeneration aufhört/nicht mehr schnell genug ist und man eben... langsam oder schnell stirbt, weil die Körperfunktionen nicht mehr ausgeführt werden können.
Ich mit meinen 39 Lebensjahren bin also bereits am Absterben....fühlt sich auch so an, hihi. Ich sage immer statt absterben: "Ich bin am Ausatmen, das Einatmen habe ich hinter mir". Das war nur ein kleiner scherzhafter Einwurf mit einem wahren Kern, weil ich etwas wirklich ernsthaftes zu dem Thema nicht zu sagen habe...da ich nicht wirklich begreife, wovon ihr sprecht, aber mal wieder nicht die Klappe halten kann.
Persephone - 24.08.2007 - 12:50
Das mit A und B meinte ich schon so - aber ab einem gewissen Punkt gehts eben nicht weiter, man kann A-Z, man lernt... okay, man lernt bis zu seinem Tode Lebensweisheiten. Aber diese bedeuten kein mehr an Möglichkeiten... denn was sind Möglichkeiten (für mich sind M. sogar mehr 'wert' als Perspektiven!), sie sind... Variationen, Entscheidungsfreiheiten. Doch irgendwann... gibt es eben keinen Zuwachs mehr an Möglichkeiten, sondern lediglich einen Austausch, eine Veränderung derselben. Eine Rentnerin kann vielleicht kein Fahhrad mehr fahren, dafür hat sie (vielleicht) mehr geistige Macht als ein Teenager - aber alle Möglichkeiten hat sie eben nicht mehr, auch wenn sie sie früher hatte.
Deswegen: Etwas existierendes entwickelt sich - mit Machtzuwachs, und wenn es beginnt zu sterben, erleidet es Macht(und Möglichkeits)verlust - stetig (wie bei Demenz oder einem Stein der zu Sand wird) oder schnell wie bei einem Herzanfall.
Aber Leben und Sterben sind eben NICHT dasselbe - sie sind Kräfte, die gegeneinander arbeiten. Innerhalb eines Lebewesens.
Oder sagen wir es anders: Ordnung arbeitet gegen Unordnung. Erstere erfordert Energie, um sie zu erhalten, letztere setzt bei ihrem Entstehen Energie frei (nämlich die, die es gekostet hat, sie zu verhindern). Du würdest doch auch nicht sagen: - = +?
Doch wohl eher: - * + = Existenz
Zum Ich, das wäre dann der Machtgewinn?
@ Dämonenherz
sprich ruhig weiter :)
Das Ghul - 24.08.2007 - 23:24
@Persi: ...und wie viele Leute kennst du, die einen solchen Endpunkt erreicht haben? Mit Verlaub, aber es gibt keinen Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht, und wer von sich behauptet, einen solchen erreicht zu haben, lügt!
Mir ist übrigens aufgefallen, dass du hier ziemlich in Dualitäten schwelgst - Zufall? Nein, ich würde nicht sagen - = +, ich könnte aber durchaus behaupten, dass es weder + noch - gibt...
- * + = Existenz? Also hat Existenz immer ein negatives Vorzeichen?
Das Ich, der Machtgewinn? Nein. Das Ich ist nur das, das den Machtgewinn verzeichnet!
@Dämonenherz: Mein Beileid, aber tröste dich - bei mir fühlt es sich auch schon so an! :D
Persephone - 25.08.2007 - 00:53
Nein, Existenz hat kein negatives Vorzeichen, die Vorzeichen sind auch nur Platzhalter für Tod und Leben(nicht als rechenbare Gleichung zu verstehen, sondern als Sinnbild). Und das sind für mich ganz eindeutige Dualitäten, aus denen wir eben bestehen!
Und ja, ich kenne Menschen, die ihren Endpunkt schon ÜBERSCHRITTEN haben. Menschen auf dem Höhepunkt kenne ich keine, sind wohl auch eher selten, weil die Spitze ja nur klein ist.
Aber alles läuft in Kurven ab... Anstieg und Abfall - und nicht als ewig ansteigende Gerade.
Mal überwiegt das Chaos, mal die Ordnung. Dadurch mag der Eindruck entstehen, es gäbe mehr als zwei Kräfte - aber ich sehe es so, das es eben tatsächlich nur zwei sind.
Das Ghul - 25.08.2007 - 02:21
Wenn nicht das negative Vorzeichen, was hat dich dann auf - * + = Existenz gebracht...?
Hier ein weiteres Sinnbild in Form einer Gleichung: 2=0.
Menschen, die ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, zeigen doch nur, dass er ganz offensichtlich kein Ende war... und natürlich gibt es Anstieg und Abfall - aber auch jeder Abfall ist Ergebnis einer Entwicklung! Und was macht dich eigentlich so sicher, diese zwei Urkräfte (denn so darf ich sie doch wohl bezeichnen, wenn ohnehin alles darauf hinausläuft?) seien ausgerechnet Ordnung und Chaos? Bloße Benennungen... und zudem bereits wertende Benennungen! Was unterscheidet die Ordnung denn vom Chaos, und - für den Fall, dass sie etwas davon unterscheidet - warum ist sie dann noch eine Urkraft?! Ist, wenn überhaupt, nicht alles aus dem Chaos hervorgegangen?
Persephone - 26.08.2007 - 21:38
Was zu Anfang war weiß ich nicht, und wir werden es auch vermutlich nicht herausfinden!
Auf die Vorzeichen kam ich, weil Ordnung zu ihrer Erhaltung Energie benötigt (also negativ ist) und das Chaos dagegen bei seiner Entstehung Energie abgibt - nämlich jene, die man vorher reinstecken musste, damit es ordentlich bleibt.
Vom Höhepunkt als Ende habe ich nie gesprochern, ich sage nur, dass man nicht ewig einen Machtgewinn verzeichnen kann - aber das haben wir ja schon mündlich geklärt, dass ich dich was den Anstieg angeht falsch verstanden habe - dass du keinen beständigen Anstieg sondern eine ewige Variation meintest. Und was das angeht stimme ich dir ja zu.
Aber wie siehst du das denn - mit Chaos und Ordnung? alles eins, oder wie?
Das Ghul - 26.08.2007 - 22:04
Alles eins? Ja, darauf läuft's hinaus. Bin mir allerdings sehr wohl bewußt, dass "wir Menschen" (man verzeihe mir diese erbärmliche Floskel) einen solchen Standpunkt wohl niemals werden vollständig einnehmen können... Vielleicht können wir ja einfach nicht anders, als uns ständig neue Dualitäten zu schaffen...
Persephone - 27.08.2007 - 21:09
Na ja, wir schaffen uns ja nicht nur Dualitäten... gibt ja auch multifaktorielle Modelle *g*
Hm, ich weiß nicht... fast alles, was man betrachtet, ist auf dieser Erde von einer gewissen Symmetrie. Zwei Beine, zwei Arme, zwei Augen - und ich glaube, auch andere Tiere teilen die sie umgebende Umwelt in 'Freund' und Feind', bzw. fressbar und ungenießbar, usw.
Meine Idee ist... dass sich im Kleinen zeigt, wie das Große funktioniert - und umgekehrt natürlich auch.
Na ja, dass alles irgendwie eins ist, dem kann ich gut zustimmen - aber dieses eine fächert sich in verschiedene Organe. Und damit ist es zwar eins - aber kein Einheitsbrei, ein Verband, aber nicht undifferenzierbar.
Ordnung und Chaos sind beide Energiezustände, und ich gehe sogar noch weiter und sage, dass sie sich ergänzen, so dass man... würden sie nicht auseinanderstreben - 'auf Null' oder zum Nichts käme.
Das Ghul - 12.09.2007 - 01:12
Im kleinen zeigt sich, wie das Große funktioniert? Dann ist alles eins. Dass es ein Einheitsbrei ist, hatte ich damit aber auch nie sagen wollen! Wo klang es denn so? Klar gibt es auch multifunktionale Modelle, aber alles in allem tendieren "wir" (also die gesamte Menschheit, sagte ja bereits dass es eine erbärmliche Floskel ist) eben doch auf recht auffällige Weise zur Zahl 2... warum sind "wir" nicht wenigstens ehrlich genug, sie auf Ego und Nicht-Ego zurückzuführen?! Ordnung und Chaos... sind das nicht einfach nur Standpunkte? Streben sie nicht gerade deshalb auseinander, weil es nur Standpunkte sind? Lässt sich nicht alles darauf zurückführen, wo man sich, von Dualität zu Dualität, selber sieht?
Persephone - 23.09.2007 - 22:42
Sfz.... vermutlich ist das so, ja. Ich würde dir gerne mehr antworten, aber ich fühle mich gerade... ziemlich schlecht.
Das Ghul - 23.09.2007 - 23:12
Lass dir nur Zeit... Was ist denn los?
Persephone - 23.09.2007 - 23:16
Ich hab einfach das Gefühl, mit dem Leben rettungslos überfordert zu sein. Ohne Ausweg. Und selbstverschuldet.
Das Ghul - 23.09.2007 - 23:21
Willkommen im Club!
"Ohne Ausweg" lasse ich aber nur auf dieser jämmerlichen Existenzebene gelten, die sich die Realität nennt...
Persephone - 24.09.2007 - 00:51
Aber... die bleibt nunmal letztlich bestehen! In ihr leben wir, und letztlich müssen wir uns auch mit ihr zurechtfinden!
Das Ghul - 24.09.2007 - 12:43
Die Realität darf aber nicht das letzte Wort haben! Um nur ein Beispiel zu nennen für das, was ich meine: Warum beschränkst du die Anwendung deiner Pseudonyme auf Internetforen?
Persephone - 24.09.2007 - 15:38
Weil ich mich mit meinem Namen 'Meike' als 'Gesamtkunstwerk' identifiziere, und alle Namen aus den Foren nur Facetten meiner selbst widergeben/darstellen. Weil man mit diesen Namen etwas assoziiert, das zwar teilweise auf meinen Charakter anwendbar ist - aber eben nicht auf MICH. 'Meike' dagegen ist weitgehend assoziationsfrei (es sei denn, das betreffende Individuum kannte vor mir schon eine andere Meike) - diesem Namen drücke ich meinen Stempel auf, und nicht umgekehrt. Alle anderen Namen setzen Grenzen - es sei denn, es sind ausgedachte. Aus demselben Grund trägt auch meine Tochter einen a) seltenen und b) bedeutungsfreien Namen - eine simple, schön klingende Buchstabenkombination, die sie im Laufe ihres Lebens zu ihrem wirklichen Namen machen kann, mit allem was sie ist.
Weils so schön ist, laber ich noch ein wenig weiter, aber im Prinzip steht da oben schon alles drin...
'Meike' wurde mir zwar von meinen Eltern gegeben... was man als Nachteil ansehen könnte, aber da mir den Name klanglich gefällt, sinnfrei und selten ist... akzeptiere ich diese 'Gabe' ihrerseits. Würde ich bspw. Maria heißen, glaube ich, dass ich mir im Laufe der Zeit eher einen schönen Namen ausgedacht hätte - den ich auch außerhalb des Netzes nutzen würde (den allerdings auch nicht als Pseudonym/Usernamen, sondern so, wie ich meinen eigenen heute auch verwende). So aber.. ist die Beibehaltung meines Geburtsnamens einfach - einfacher.
Jetzt könnte man fragen, wieso ich mir in Foren dennoch andere Namen suche? Nun, aus dem einfachen Grunde, weil es hier häufig darum geht, ein rasches, doch (notwendigerweise) grobes Bild von mir zu vermitteln - damit die Leute sich in etwa denken können, wo sie mich einsortieren könnten, ob sie mit mir etwas anfangen könnten - denn schließlich sehen/hören sie mich nicht, sonder nur den Ava und den Namen, sowie die Signatur. Und das ist ziemlich wenig, im Verhältnis zu Mimik, Gestik, Erscheinungsbild, Stimmklang, Geruch und Äußerungsinhalt bei der face to face Begegnung.... Tja... aber wenn jemand dann näher an mich herankommt, dann finde ich, kann er auch mich kennenlernen - und zwar detaillierter. Detaillierter, als es ein 'Aushängeschild', ein kommunikatives Hilsmittel zulässt.
Das Ghul - 24.09.2007 - 22:02
Na wenn das so ist... Freut mich für dich, dass du ein so gutes Verhältnis zu deinem Namen hast!
Persephone - 25.09.2007 - 22:31
Hmmmm... wieso auch nicht?
Das Ghul - 26.09.2007 - 00:36
Also für mich wird der Name, der auf meinem Ausweis steht, niemals als mein wahrer Name durchgehen können... und als Kunstwerk am allerwenigsten...
Persephone - 26.09.2007 - 21:15
Okay, aber... warum??? Abgesehen davon, dass Jan 'Geschenk Gottes' bedeutet...
Das Ghul - 26.09.2007 - 22:25
Ganz einfach, weil er zu realitätsgebunden und vor allem: zu menschlich ist...
Persephone - 27.09.2007 - 22:29
Okay... aber Ghul ist nicht menschlich? Oder anders gefragt: wie willst du einen Namen finden, der nicht menschlich ist - solange du Menschensprache benuzt??? Und: egal, welche Realität du als Realität wählst: auch das Ghul ist realitätsgebunden... weil es real ist. Finde ich zumindest...
Das Ghul - 27.09.2007 - 22:48
Nein, Das Ghul ist nicht menschlich. Das Ghul ist ein Cyberwesen. Natürlich hast du in gewissem Sinn recht, real ist es trotzdem... aber eben auf eine völlig andere Weise, und ich behaupte einfach mal: auf keine Weise, die jemals von der breiten Masse Realität genannt werden dürfte! Womit doch schonmal einiges gewonnen ist.
Aber so sehr ich es auch ins Herz geschlossen habe - auch Das Ghul ist nicht mein wahrer Name...
Persephone - 28.09.2007 - 19:34
Das hattest du mal erwähnt, ich erinnere mich. Aber... den kennt niemand außer dir, richtig? Dann ist es doch auch kein... richtiger Name, denn welche Funktion hat ein Name, außer als Bezeichnung für eine Person zu dienen - aber für Andere. Um mich selbst anzusprechen brauche ich ja keinen Namen, außer 'ich'.
Nochmal zur Menschlichkeit des Ghuls: (ich weiß, ich bin hartnäckig) den Cyberspace haben die Menschen geschaffen, also... ist er menschlich, oder zumindest den Menschen zugehörig. Er, und alle seine Wesen.
Zumals das Ghul ja nicht 'nur' ein Cyberwesen ist, sondern auch außerhalb existiert.
Das Ghul - 29.09.2007 - 00:25
Warum denn das? Ein Name dient doch vor allem dazu, sich selbst damit identifizieren zu können... wie du etwas weiter oben doch auch selbst geschrieben hast... Dieses "ich", was sagt das schon aus? Die Essenz dieses "ich" ausdrücken zu können, das ist es, was ich (DIESES Wort dient nur als Bezeichnung einer Person für andere!) als die Funktion eines wahren Namens betrachte... und wenn eine Essenz eines nicht ist, dann eine Person!
Das Ghul ist menschlich, weil der Cyberspace von Menschen geschaffen wurde? Also ist auch die Gentomate menschlich, weil Menschen die Gentechnik erschufen?
Inwiefern existiert Das Ghul denn auch außerhalb?
Persephone - 29.09.2007 - 14:01
Richtig, das habe ich geschrieben, und was ich meinte war auch, dass man ihn... als Synonym für die eigene Person einsetzt, mit dem man sich dann eben identifiziert. Aber warum vor sich selbst?! Ich denke von mir doch nicht als 'Meike' ebensowenig, wie ich als 'Meike' von mir schreibe; für meinen Eigengebrauch habe ich keinen Namen für mich! Außer eben 'ich'.
Brauche ich auch gar nicht; denn egal wie ich mich nenne... ich bleibe immer 'ich'. Weil... so sehr man es auch versucht, man kann sich auch nicht selbst aus dem Wasser ziehen, wenn man ertrinkt... d.h. keine Bezeichnung, die ich mir gebe, kann mich ganz erfassen, weil eben ich sie mir erdacht habe. Sie kommt aus mir, aus meinem Gehirn - und ganz abgesehen davon, dass es kein Wort in unserer Sprache gibt, das mich oder meine Essenz ganz erfassen KÖNNTE - könnte sie auch nur all jenes erfassen, was ich über mich selbst erfasse... was aber nur ein kleiner Teil meines Selbst ist, denn niemand kennt sich ganz, oder KANN sich jemals ganz selbst kennen, weil niemand sich gleichzeitig von innen und von außen betrachten kann. Ebensowenig, wie jemals jede Regung verstehen, die man hat... einfach, weils ein Kreis ist, einen Endlosschleife: warum denke ich so - warum versuche ich, zu ergründen, warum ich so denke, warum versuche ich zu ergründen, warum ich ergründe wie ich denke... gleiches im Bezug auf Handlungen etc. Man könnte nicht mehr leben, wollte man sich selbst KOMPLETT verstehen...
Aber mal eine andere Frage: wieso braucht man überhaupt einen Begriff/Namen für sich selbst - solange es um innere Zwiegespräche geht?
Wie kann 'ich' eine Bezeichnung einer Person für eine andere Person sein... dafür gibt es doch 'du' etc.?!
Und ja, das Ghul ist menschlich, weil sowohl das Geschöpf hinter ihm menschlich ist, als auch die Idee eines Ghuls (oder kam die vielleicht z.B von den Ratten?), als auch der Ort, an dem es existiert.
Die Gentomate ist eine Tomate; Tomaten gab es schon, bevor es Menschen gab und sie wurde lediglich durch Züchtung 'optimiert'. Zudem sind Gentomaten Lebewesen; sollte die Menschheit sterben, heißt das nicht, dass auch die Gentomate stirbt - das Ghul allerdings schon.
Außerhalb existiert es, weil es... nicht nur hier auf der Seite, sondern auch in deinem Kopf und den Köpfen anderer lebt, die es kennen.
Das Ghul - 30.09.2007 - 00:30
Es geht nicht um innere Zwiegespräche! Es geht um dasjenige, was z.B. bei Crowley ein magisches Motto genannt wird - was aber nichts anderes als ein Name ist...
"Ich" zu sagen macht nur dann Sinn, wenn man mit anderen redet, das war's, was ich damit sagen wollte... Aber in Gedanken? Benutze ich diesen Begriff nur selten, oder bemühe mich zumindest darum; versuche, nichts zu sehen außer reinem Bewußtsein...
...und das Geschöpf hinter dem Ghul (es geht ja nicht um irgendeinen Ghul, wie er z.B. auch in einem Fantasyroman vorkommen könnte, sondern um Das Ghul) ist eben drum weder menschlich noch überhaupt ein Geschöpf, sondern Bewußtsein! Das Ghul ist eine Kreation, ein Kunstwerk, wenn du so willst... selbstverständlich existiert es, wie jedes Kunstwerk, auch in Köpfen - aber wohl kaum in jedem Kopf auf dieselbe Weise, es ist nicht immer dasselbe Wesen... und dennoch ist alles, was in irgendeinem Kopf darüber gedacht wird, noch immer Teil von Das Ghul...
Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass "ich" es bin, der dieses Bewußtsein hat, aber genau das sehe ich eben gerade nicht so! "Ich", also der Mensch, bin nicht Inhaber dieses Bewußtseins, sondern pures und schlechterdings überflüssiges Beiwerk...
Persephone - 01.10.2007 - 13:34
Das ist für mich aber genau der Grund, warum es niemals allumfassende Namen geben kann.
Im Übrigen ist das Bewusstsein einer Person/um eine Person für mich das, was diese Person eigentlich ausmacht. Existiert es nichtmer, existiert auch die Person nicht mehr. Da dieses Bewusstsein aber das eines Menschen ist - ist es für mich eben menschlich.
Was ist ein magisches Motto?
Das Ghul - 01.10.2007 - 22:31
Ein magisches Motto ist das, was ich weiter oben skizziert habe. :D
Was macht dich so sicher, dass ein Bewußtsein automatisch das Bewußtsein von jemandem ist?
Persephone - 02.10.2007 - 12:24
Für mich ist ein Bewusstsein 'jemand'. Ob mit oder ohne Körper is wurscht.
Dass du das oben schon skizziert hast hab auch auch gelsen... aber wozu dient es, weswegen braucht man es...?
Das Ghul - 30.10.2007 - 21:00
Als kurzes, wenn auch möglicherweise nur vorübergehendes Schlußwort möchte ich dazu nur noch folgendes sagen: "Ich denke, also bin ich" halte ich für einen voreiligen Schluß. "Es denkt" finde ich viel zutreffender...
Und hier ein neues diskutables Gebilde:
Eine Frequenz ist die Schnittstelle einer Facette mit allen anderen Facetten.
Persephone - 02.11.2007 - 22:00
Kannst du das... genauer erklären???
Das Ghul - 02.11.2007 - 22:04
Kann ich bestimmt, falls der entsprechende Gedanke nochmal wiederkommt... *mich leise schäm*
Persephone - 02.11.2007 - 22:15
*harhar*
Na ja, meine spontane Interpretation... eine Facette ist etwas, was mit dem visuellen zutun hat. Während eine Frequenz... auditiv wahrnehmbar ist. Und damit... komme ich bei dem Gebilde eben nicht sehr weit!
Das Ghul - 02.11.2007 - 22:27
Eine Facette ist für mich ebenso wenig etwas visuelles, wie eine Frequenz zwangsläufig etwas auditiv wahrnehmbares ist... Ich bin mir sicher, ich hatte bei diesem Gebilde an Persönlichkeit gedacht...
Persephone - 02.11.2007 - 22:43
Okay, dann verstehe ich das mit den Facetten... aber: da ich inzwischen sogar mit Frequenzen arbeite, nämlich an meinem Körper, im Unterricht... muss ich auf meiner Interpretation der Frequenz als etwas auditives/energetisches bestehen!
Das Ghul - 02.11.2007 - 23:48
Erzähl mal...
Persephone - 03.11.2007 - 00:17
Nun ja... über Gesang (oder besser: Töne). Wenn man es schafft, hochfrequent genug zu singen, gerät die gesamte Körperschleimhaut in Schwingung. Und über darauffolgende Wahrnehmungsarbeit kann man Diagnosen stellen, beispielsweise über die Verschleimung der Lunge, die Funktionsweise der Zunge, etc. Oder auch Krankheiten kurieren, wie z.B. Tinitus, muskuläres Ungleichgewicht, oder Verspannungen.
Wir arbeiten viel mit Wahrnehmung, sehr viel... dabei geht es darum, die Kognition auszuschalten, und eher das perifere, basale Nervensystem anzusprechen... weil der Kopf durch sein Wissen viele Erkenntnisse kaputt macht, die wir instinktiv erspüren könnten.
Das Ghul - 03.11.2007 - 19:52
Der letzte Satz spricht mich sehr, sehr an... Ich würde sogar sagen, diese intuitiven Erkenntnisse sind ein ganz wesentliches Merkmal für meine Interpretation von "Frequenz"...
Persephone - 04.11.2007 - 10:34
Es ist aber so, dass wir die Frequenz nutzen können, um uns Auskünfte zu verschaffen, über unseren Körper oder den Körper eines anderen. Die Frequenz ist also das Hilfsmittel - nicht der Kern der Betrachtung.
Das Ghul - 07.11.2007 - 23:20
Na wer sagt's denn... Heute habe ich den Einfall wiedergefunden, bzw. er begegnete mir erneut!
Ursprünglich hoffte ich in diese Worte zu verpacken, dass ich die Frequenz für dasjenige halte, wodurch die vielen verschiedenen, sich gegenseitig widersprechenden oder gar -streitenden Facetten z.B. einer Persönlichkeit zusammengehalten werden, und dass die Facetten an sich für dasjenige, das "Ich" genannt wird, nicht entscheidend sind, sondern ihre jeweilige Kombination und eben die Art und Weise, auf die jede Kombination wiederum eine Einheit ergibt... Anders gesagt... dass ein Individuum (gedacht als Destillat) nicht nur mehr ist als die Summe seiner Eigenschaften, sondern viel eher etwas völlig AUßERHALB seinen Eigenschaften - und dieses Etwas wiederum drückt sich in dem aus, was ich "Frequenz" nenne...
Persephone - 08.11.2007 - 20:12
Da drängt sich mir sofort eine Frage auf... warum gehst du so sicher davon aus, dass die Teile einer Persönlichkeit von etwas zusammengehalten werden bzw. eine Einheit bilden?
Das Ghul - 09.11.2007 - 00:53
Falls du auf gespaltene Persönlichkeiten hinauswillst... auch sie sind Facetten ein und desselben Charakters!
Persephone - 10.11.2007 - 20:11
Hm... nein, das sind sie nicht. Im Extremfall kann es sein, dass mehre Charaktere in einem Menschen zusammenleben, ohne voneinander zu wissen. Unterschiedliche Geschlechter, Altersstufen, Bildungsgrade - komplett verschiedene Charaktere eben. Was einen Charakter als einziges bindet ist meiner Ansicht nach der Körper, durch den er lebt.
Das Ghul - 11.11.2007 - 20:47
Wo ist denn für dich der Unterschied zwischen Charakter und Persönlichkeit?
Persephone - 12.11.2007 - 20:38
Hm... da gibts für mich keinen. Wieso?
Das Ghul - 12.11.2007 - 22:04
Weil's für mich eben doch einen gibt, daher auch mein Ansatz, auch einer gespaltenen Persönlichkeit noch immer einen (wenn auch möglicherweise nur lose) zusammenhängenden Charakter zu attestieren...
Persephone - 13.11.2007 - 13:41
Dann frage ich dich einmal: was ist Charakter für dich?
Das Ghul - 13.11.2007 - 21:55
Dachte eigentlich, das hätte ich schon beantwortet... Das Destillat eines Individuums, und zwar ungeachtet der Anzahl seiner Persönlichkeiten...
Persephone - 13.11.2007 - 22:18
Entschuldige, aber Destillat... na ja, ist ein weing... weißt du, diesen ganzen wissenschaftlichen Begriffe rufen bei mir wissenschaftliche Interpretationen hervor. Also alles, was ein Individuum von sich gibt/äußert? Das meinst du mit Destillat?
Das Ghul - 13.11.2007 - 22:22
Ein wenig was...?
Nein, ich meine nicht das, was ein Individuum sagt, sondern das, was es in letzter Konsequenz IST...
Persephone - 14.11.2007 - 19:50
Und das entspricht für dich dem Charakter? Was ein Wesen ist - in allem, auch dem, was nie zutage kommt, weil es... hm, nicht mit dieser Welt in Berührung kommt? Oky, nenne ich anders, aber bleiben wir mal bei Charakter. Dass es soetwas gibt, steht für mich außer Frage, denn sonst würden ja merere Wesen einen Körper teilen, und daran glaube ich nicht. Dieses Frequenz zu nennen, okay, auch das könnte man tun.
Aber warum außerhalb seiner Eigenschaften? Die Eigenschaften drücken sich doch durch das Ich, oder die Frequenz, überhaupt aus...
Persephone - 14.11.2007 - 19:51
Nein, umgekehrt. Die Frequenz drückt sich in den Eigenschaften aus.
Das Ghul - 14.11.2007 - 21:11
Nein, nein, nein... Eigenschaften sehe ich bei dem, was mir bei diesem Gebilde im Kopf herumspukt, lediglich als schmückendes Beiwerk... Natürlich hat auch jede Eigenschaft eine Frequenz, aber eben niemals die des Charakters... tritt nicht jede Eigenschaft auf verschiedene Art und Weise auf, je nachdem, an wem? Freundlichkeit ist nicht gleich Freundlichkeit, Grausamkeit ist nicht gleich Grausamkeit... Der Charakter macht die Musik - er "entscheidet" darüber, wie sich diese oder jene Eigenschaft letztlich äußert, nicht umgekehrt!
Persephone - 15.11.2007 - 21:06
Das sage ich doch - die Frequenz zeigt sich in den Eigenschaften.
Das Ghul - 16.11.2007 - 00:03
Aaah, jetzt versteh ich was du meinst... aber das wäre dann doch schon eine gebrochene, verzerrte Frequenz, sozusagen die des Charakters plus die der Eigenschaft an sich!
Persephone - 26.11.2007 - 20:01
Nein, sehe ich nicht so. Wenn eine Frequenz etwas ist, das für jedes Wesen einzigartig ist, dann durchdringt (ist) sie dieses Wesen - und zeigt sich in allem, was und wie es ist.
Das Ghul - 26.11.2007 - 23:18
Jein... das macht sie zwar, aber eben nur auf gebrochene Art und Weise (auch die "übergestülpten" Eigenschaften haben schließlich ihre jeweiligen Frequenzen) - sie ist zwar in allem vorhanden, zeigt von sich aber etwa soviel, wie ein völlig Fremder unter schichtweise Masken. Wäre es sonst nicht auch eine sehr einfache Sache, zu durchschauen / kennen?
Persephone - 13.02.2008 - 21:25
Finde ich nicht - weil man das, was man sieht, ja auch interpretieren (in seinem Gehirn verarbeiten) muss.
Das Ghul - 27.02.2008 - 02:17
Mein aktueller Standpunkt zu diesem Thema ist, dass die Persönlichkeit sich in jedem Übergang von einer Maske zur nächsten zeigt... Aber ehrlich gesagt, habe ich inzwischen keine Lust mehr auf dieses spezielle Gebilde... Wie wäre es mit irgendeinem anderen aus irgendeinem anderen Forum?
Das Ghul - 29.07.2008 - 00:44
Um, Caitiff, auf deinen Kommentar in DP einzugehen: Du hast natürlich recht, wenn du sagst, dass Identitäten Aussagen gegenüber ontologisch primär sind. Aber diese Identitäten bleiben vielen verborgen... Mein entsprechendes Gebilde bezieht sich auf die SUCHE danach, nicht wirklich auf ihre Entstehung!
Dass ausnahmslos alle meiner Gebilde aber wirklich nur als Gebilde gedacht sind, also nicht *notwendigerweise* die ehrliche Meinung von *irgendjemandem* widerspiegeln müssen... hast du aber sowieso schon selber gemerkt, oder...?
Caitiff - 29.07.2008 - 02:54
BLUBB
Das Ghul - 29.07.2008 - 17:54
aha :boom:
Caitiff - 30.07.2008 - 00:17
AHA!
Das Ghul - 30.07.2008 - 00:35
Hallo, Echo!
Caitiff - 30.07.2008 - 00:45
Challom, Lechton!
Das Ghul - 30.07.2008 - 00:48
Salemaleikum!
Caitiff - 30.07.2008 - 00:55
Wa Alaikum Salam
Das Ghul - 30.07.2008 - 00:57
Das Spiel ist doof...
Caitiff - 30.07.2008 - 00:59
Welches? Interview, Wahrheit oder Assikette?
Alternativ könnten wir doch vielleicht auch Kick the Pic wiederbeleben...
Das Ghul - 30.07.2008 - 01:06
Meinte natürlich das Echospiel...
Caitiff - 30.07.2008 - 01:11
Oki, dann sollten wir es wohl besser beenden...
Alles Gute auf deinen weiteren Reisen Wanderer! Pe Curind!