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Sprite - 26.08.2004 - 21:06
Wieder verdunkelte sich die Arena, die letzten Bauchladenverkäufer huschten fort und der Ansager ließ sich lautstark vernehmen: "Liebe Zuschauer ... es geht spannend weiter! Eine ehemalige Legende der Gluum Gladiators - Fans kennen sie als Georocker - misst ihre Kräfte mit einem Hünen von Orger, einem Barbaren, der einen lebenden Baum als Waffe schwingt! Aber ich will euch nicht länger auf die Folter spannen ... Richtet eure Augen auf die beiden gegenüberliegenden Ausgänge ... und verschluckt euch nicht an eurem Popcorn, wenn die beiden Giganten die Arena betreten!!"
Pai - 26.08.2004 - 21:10
Die Schreie begeisterter Massen drangen ihr entgegen, während sie langsam den Gang in das Arenarund entlangschritt. Toren genoß die Geräusche, und versuchte sich zu entspannen. Sie schloß die Augen, konzentrierte sich auf den feinen Span, der zwischen ihren Füßen rieb, und fing unbewusst wieder an leise vor sich hin zu summen. Die rechte Hand, die den Stab hielt, wippte langsam im Takt der Menge.
Als Toren bemerkte, wie sich der Grund erneut veränderte, öffnete sie ihre Augen wieder. Vor ihr erstreckte sich die Arena. Probeweise sog sie die Luft ein. Sie war zuhause.
Alten Gewohnheiten folgend, blieb sie am Übergang stehen, riß die rechte Hand nach oben, gab ihren alten Kriegsschrei wieder, und stürmte im Laufschritt in die Mitte der Arena. *Let's get ready to rumble*
Marnax - 26.08.2004 - 21:34
Das erste, was tief in Grolms Bewusstsein drang, als er durch den dunklen Gang schritt, war das unglaubliche Johlen der Menge.
Der erste Kampf hatte sie ungeheuer aufgeputscht. Doch schien sie die Show allenfalls als eine Art Vorgeschmack interpretiert zu haben.
Eines der ersten Dinge in das Grolm Vertrauen fassen musste, war seine eigene Stärke. Er war es gewesen, der den Baum hochgehoben hatte, unter dem sich ein Arbeiter das Bein eingeklemmt hatte. Und er würde auch hier in der Lage sein, zu bestehen.
Das einzige, das zwischen ihm und dem Bestehen dieses Kampfes lag, war ... die Echse...
Sollte sie auch noch so gut und erfahren sein, Grolm würde versuchen, ihr äußerstes zu fordern... und am Schluss als Sieger aus dem Kampf hervorzugehen.
Das Licht am Ende des Ganges wurde heller. Gleich würde er in die Arena schreiten.. und er fand Gefallen am Drängen des Adrenalins in seinen Adern. Leicht schwung er den Baum in seinen Händen, dem Takt der Menge nachempfunden. Ja, vielleicht hatte er hier seine Welt gefunden.
Den leicht körnigen Sand zwischen den Zehen trat er auf den großen Platz... sein Gegner erwartete ihn bereits.
Pai - 26.08.2004 - 21:37
Breitbeinig stellte sich Toren in das sandartige Material, das den Arenaboden auskleidete und musterte ihren Gegenüber langsam und gründlich. Irgend eine Schwachstelle musste er ja haben. Nun galt es diese zu finden und auszunutzen. Als erstes einmal musste diese Armverlängerung des Orgers einmal verschwinden. Doch so wie er das Ding umfasst hielt, würde allein diese Aktion schon ein größeres Unterfangen werden. Zeit, um ihre Waffe hervor zu holen.
Toren betätigte den kleinen Mechanismus, der ihrem Stab innewohnte, und der die Enden des Stabes um einiges hervorschob, so das er mit einem Mal eine Länge von gut 2 m aufwies. Langsam lies sie den, jetzt zu seiner wahren Größe ausgefahrenen, Stab zwischen den Fingern kreisen. Diese Kreiserei war zwar nicht unbedingt nötig, aber die Leute liebten diese Showeinlage.
Während Torens Blicke immer noch auf dem Orger ruhten, und weiterhin eine Blöße suchten, fing sie an, ihn langsam, und im nötigen Abstand zu umkreisen. 'So Junge, jetzt zeig mal was du drauf hast.'
Marnax - 26.08.2004 - 22:09
Mit ruhigem Blick taxierte Grolm die Salamanderin mit den leuchtenden Schuppen.
"Ruhe, Gelassenheit und ein harter Schlag, das wird dich zum Sieg führen, mein Junge."
Diesmal waren es die Worte seines Vaters, die ihm plötzlich ins Gedächtnis sprangen.
Tief durchatmnend versuchte Grolm die Lage einzuschätzen. Er schien eine etwas größere Reichweite zu haben. Allerdings wusste er nicht, was für Tricks seine Gegnerin noch mit dieser Waffe zustande brachte.
Auf jeden Fall war sie damit schneller als er mit seinem Stamm.
Konnte er sie nahe genug zu sich heranlocken, um einen starken Hieb anzusetzen, wäre der Kampf vermutlich schon gelaufen. Seiner Meinung nach würde er locker den ein oder anderen Schlag des schlanken Stabes wegstecken können. Natürlich wollte er das nur im Notfall riskieren.
Wie es um die Ausdauer seiner Gegnerin bestellt war, wusste er nicht. Doch sagte man Echsen nicht nach, sie könnten stundenlang warten? Schließlich wurden sie ja auch steinalt. Das verhieß nichts Gutes.
Grolm verlagerte seinen Schwerpunkt etwas nach unten, um schneller für einen Ausfall bereit zu sein und machte einige langsame Schritte auf die Gestalt mit dem kreisenden Stab zu, stets darauf bedacht, freie Fläche hinter sich zu haben.
Pai - 26.08.2004 - 22:23
Ok, die Methode 'Ich-dränge-den-Orgr-mit-dem-Rücken-zur-Wand' funktionierte schonmal nicht. Der Kerl war durchaus darauf bedacht, Abstand zu halten. Nach wie vor, bereitete der Stamm Toren Kopfzerbrechen. Irgendwie musste sie diesen Orger dazu bekommen, das Ding abzulegen. Bekanntschaften mit dem Holzschlegel wollte Toren auf jedenfall nicht schließen. So wich sie erst noch einmal ein kleines Stück zurück, während sie die Kreisbewegungen mit ihrem Stab einstellte. Vielleicht wurde es einfach mal Zeit, diesen Orger mal etwas auf seine Standfestigkeit zu testen, und seine Grenzen auszuloten.
Während sie weiterhin den Orger mit Blicken taxierte, stieß sie den Stab neben sich in den Boden und fing an, die Hände überm Kopf rhytmisch zusammen zu schlagen, und versuchte so, das Publikum zu einem klatschenden Rhytmus anzuregen.
Marnax - 26.08.2004 - 22:56
Ein leichtes Wummern wurde lauter.. anders als das Wogen der Menge passte es sich aber nicht den klatschenden Händen der Salamanderin an. Sein Herz begann laut zu pochen.
Bislang hatte er es gut geschafft, die Menge um ihn herum zu ignorieren, aber seiner Gegnerin gelang es nun, aus seiner Unerfahrenheit in der Arena ihre Vorteile zu ziehen. Natürlich wusste sie darüber bescheid. Sie war erfahren, hatte sicher Dutzende Kämpfe hinter sich.
Und sie verstand es genau, die Menge auf ihre Seite zu ziehen.
Mit einem Schlag wurde Grolm bewusst, dass der Ausgang eines Kampfes nicht vollständig von den Fähigkeiten des Kämpfers abhing. Die Sympathie des Publikums war mindestens genauso wichtig. Für einen Orger, dessen Psyche sonst wie ein Buch mit sieben Siegeln für ihn selbst war, war das eine ungeheuerliche Erkenntnis.
Er konnte sich nicht helfen, aber er war von merkwürdigen Gefühlen erfüllt. War es Respekt gegenüber dem ganzen Schauspiel um ihn herum? Respekt gegenüber seinem Gegner, der es verstand in den Schreien der Menge zu baden? Respekt gegenüber dem Publikum selbst.. jenen unzählbaren Massen, die auf den Rängen um sie rum im Takt ihren Beifall bekundeten?
... Oder war es einfach nur ein Zornesfunke, der in seinem Innersten aufglomm über dieses Spektakel in das er sich begeben hatte? Sein Gegner kämpfte nicht fair. Es ging nicht um das Können. Das hier war Schau. Und wenn er dieses Spiel auch noch nicht mitspielen konnte, so konnte er seine Wut hierüber zur Geltung bringen.
Er schaute sich noch einige male um. Sein Blick wirkte leicht gehetzt als er in einem plötzlichen Ruck den Baum hoch über seinen Kopf riss und seine Gegnerin in schauerlichem Gebrüll anstarrte.
Das leichte gelb seiner Augen funkelte, als er begann, langsame Schritte auf sie zuzumachen.
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Pai - 26.08.2004 - 23:04
Ein flüchtiges Lächeln stahl sich über Torens Lippen. Dieser Orger war leicht zu beeinflussen. Das musste sie nun nur richtig einsetzten.
Noch einige Male schlug sie ihre Hände über dem Kopf zusammen, dann griff sie wieder nach ihrem Stab und zog ihn mit einem Ruck aus dem Boden. Im Takt des Rythmus setzte sie einen Schritt vor den anderen, während sie wieder anfing den Orger zu umkreisen. Erneut wanderte der Stab kreisend zwischen ihren Händen. Wäre doch gelacht, wenn es sich nicht bald eine Möglichkeit für sie ergeben würde.
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Marnax - 26.08.2004 - 23:19
Hatte er das eben richtig beobachtet? Begann diese Echse über ihn zu lächeln? Er konnte nicht annehmen, dass irgendetwas hinter ihm der Grund hierfür gewesen sein könnte.
Hätte ihn nicht eine kleine Stimme in seinem Verstand zurückgehalten, hätte er dieses Ärgernis vor sich am liebsten ohne zu zögern ausgeschaltet. Aber nun war wieder das gleiche Gefühl am Werk, das ihn in der Kabine dazu gebracht hatte, das Biest nicht einfach so um eine Fleischkeule zu bitten.
Dort war er zwar erfolglos geblieben, aber er wusste instinktiv, dass er bei dieser Gegnerin keine Chance hatte, wenn er nicht zumindest am Anfang, wo sie noch ausgeruht war, die Ruhe bewahren konnte. Die Erkenntnis hierüber gefiel ihm. Er hatte sich unter Kontrolle, das Publikum war erneut aus seinem Bewusstsein verschwunden. Einzig was zählte war die geringer werdende Entfernung zu seiner Gegnerin und die zugegebenermaßen angespannte Gelassenheit die seine Schritte und seine Gedanken lenkte.
Er schenkte der Echse ein schauerliches, hauerbewehrtes Grinsen, das sie deutlich darüber aufklären mochte, was in nicht allzu kurzer Zeit auf sie zukam und mit dem er anwesende Kinder in der kommenden Nacht vermutlich vom Schlafen abgehalten hätte.
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Pai - 27.08.2004 - 19:49
'Hm...' Toren grübelte. Ihre Aktion, den Orger zu verunsichern, hatte augenscheinlich nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Er hatte sich viel zu schnell wieder gefasst, und zeigte nun erste Reaktionen, die durchaus darauf schließen ließen, das er sich von einer Wiederholung der Aktion sicher nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen würde. Sie musste sich etwas neues einfallen lassen.
Vielleicht war nun einmal die Zeit gekommen, auszutesten, wie schnell dieser Orger seine Pollenschleuder einsetzen konnte.
Toren fasste den Stab wieder fester mit einer Hand, und führte einen Scheinangriff, wobei sie allerdings nur wenige Schritte auf den Orger zutrat, bevor sie mit ihrem Stab ausholte, um scheinbar zuzuschlagen. Bevor sie allerdings den Schlag ausführte, brach sie den Angriff wieder ab, und ging erneut auf Distanz.
Marnax - 27.08.2004 - 20:54
Grolm ging Pai natürlich voll auf den Leim. Mit etwas mehr Erfahrung wäre ihm klar gewesen, dass sich ein Profi wie die kampferfahrene Salamanderdame vor ihm nicht zu so einer Aktion hätte verleiten lassen. Nun ja.. er war nicht erfahren und so riss er seine Waffe so schnell er konnte nach oben, um den vermeintlichen Schlag seines Gegners abzuwehren.
Seine große Kraft machte hierbei zum großen Teil die Trägheit seiner schweren Waffe wett, doch war es deutlich, dass er mit ihr bei weitem nicht so grazil umgehen konnte, wie die Echse mit ihrem Stab. Auch schien sie um einiges reaktionsschneller zu sein.
Aber Grolm ließ sich dadurch nicht allzusehr beeindrucken. Er vertraute weiterhin auf seine Kraft, alles was er brauchte war ein klarer Schlag.. ein klarer Treffer.
Nach dem Zurückweichen seiner glitzergeschuppten Opponentin ging er seinerseits zum Angriff über, indem er seine Waffe in einem weiten Halbkreis wie eine Sense vor sich Schwang. Natürlich würde sie ihm leicht ausweichen können. Sie sollte ja auch nur merken, dass sie nicht alles mit ihm machen konnte.
Seine Sinne waren geschärft. Er machte sich auf weitere Attacken gefasst.
Pai - 27.08.2004 - 21:32
Toren setzte mit einem Hechtsprung über den wirbelnden Baum hinweg, nutzte den eigenen Schwung um sich abzurollen und schnell wider auf die Füße zu kommen. Dies war zwar ein riskantes Manöver gewesen, doch schließlich war es nicht das erste Mal, das sie es einsetzte. Für einen Moment war die Seite des Orgers ungedeckt.
Sie nutzte die Chance, die sich ihr nun bot um sich ihm im Laufschritt zu nähern, mit dem Stab auszuholen und diesen dann voll in die Kniekehlen des Orgers zu schlagen, während er seine Bewegung noch am Abbremsen war. Sie konnte das Schutzfeld aufflammen sehen.
Schnell vergrößerte Toren wieder ihre Distanz zum Orger und versuchte herauszufinden, ob ihr Schlag gut genug gezielt gewesen war.
Der erste 'Feindkontakt' war hergestellt.
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Marnax - 28.08.2004 - 00:49
Ein ziehender Schmerz fuhr durch Grolms Kniekehlen und er sah das Flimmern des Schutzschildes von unten über seinen Körper heraufziehen. Es hätte nicht viel gefehlt und er hätte auf Knien in den Sand der Arena sinken müssen. Die Echse war wirklich schnell.. sie hatte seine Erwiderung auf ihren Scheinangriff mit ihrer Schnelligkeit ausgenutzt.
Nicht dass ihn der Schmerz verängstigte, aber hier würde er wirklich überlegt zu Werke gehen müssen. Und die Antwort die sein Verstand momentan gab, war: nachsetzen! Wie er das buntgeschuppte Etwas vor sich einschätzte, war es noch immer dabei, ihn auszutesten und rechnete nicht mit einer derartigen Erwiderung.
So schnell es ihm möglich war, stürmte er vorwärts, den Baumstamm gerade von sich gereckt. Und tatsächlich, die Echse schaffte es nicht ganz, seinem Angriff auszuweichen. Der Stamm traf ihre Schulter und das Aufglimmen ihres Schutzschildes verriet einen guten Treffer, der sie zurücktorkeln ließ. Er traf nicht so hart wie es ihm möglich gewesen wäre, hätte er seine Aktion nicht in aller Eile vollbracht, aber dennoch sollte das seine Gegnerin beeindrucken.
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Pai - 28.08.2004 - 01:27
In Gedanken fluchte Toren. Empfand der denn gar nichts? War das ein Orger, oder war´s ein Steinkoloss?
Ein verdammt schneller Steinkoloss, wohlgemerkt. Der Angriff eben schien ihn nicht wirklich beeindruckt zu haben, dafür hatte sie nun das zweifelhafte Vergnügen seinen Baum näher kennen zu lernen als ihr lieb war. Er traf sie an der rechten Schulte, und obwohl die Wucht durch das vorgeschaltete Schild, gemindert war, fand ihre Schulter den Aufpall alles andere als angenehm. 'Dreck', eine leichte Betäubung stellte sich ein, die sie dazu zwang ihren Stab in die andere Hand zu wechseln, um die Waffe weiterhin ohne Probleme führen zu können. Aus alter Erfahrung wußte sie, das diese Betäubung recht schnell wieder verfliegen würde, doch nun musste sie etwas auf Zeit spielen, um zu regenerieren, und damit sie wieder 100% Leistung bringen konnte.
Sie setzte ihre Umkreisung des Orgers fort, während sie die Finger des ansatzweise betäubten Armes immer wieder öffnete und schloß, um die Blutzirkulation anzuregen, und die so Betäubung schneller zu vertreiben. Das letze Wort in diesem Kampf war noch lange nicht gesprochen.
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Marnax - 28.08.2004 - 01:49
Er hatte sie getroffen.. sie war zurückgetaumelt. Also war sie nicht unbezwingbar. Das erschrockene Zurückweichen, das Zeit schinden der erstaunten Salamanderin waren Dinge, die er im Moment genoss. Gerne hätte er weiter angegriffen, sie verfolgt und in den Staub der Arena geworfen, aber ein unfreundliches Ziehen in seinen Waden überzeugte ihn davon, nicht zu übertreiben.
Auch er war angeschlagen und würde einige Momente brauchen, um wieder so beweglich zu sein, wie.. nun ja.. wie ein Orger das eben war.
Leicht ließ er seinen Baum kreisen und bewegte sich mit seiner Gegnerin mit, sie nicht aus den Augen lassend und stets bereit zur Abwehr einer ihrer feigen Angriffe. Momentan schien sie jedoch noch etwas mit sich selbst beschäftigt zu sein.
Grolm verkniff sich aber die Hoffnung, dass sie ihn deswegen nicht ganz genau im Auge hatte. Selbst wenn sich die Echse diese Schwäche leistete, war es sicher besser, sie nicht zu unterschätzen.
Vergessen war die fast freundschaftliche Stimmung die er in den Kabinen gefühlt hatte. Hier ging es darum, als letzter stehen zu bleiben... und Orger waren für ihre Sturheit bekannt.
Pai - 28.08.2004 - 13:49
Irgendwie beschlich Toren das leichte Gefühl, das sich eine Patt-Situation eingetreten war.
Er war: a)zwar schwerfällig, hatte dafür aber b) einen Baum mit dem er c) bestimmt nicht oft treffen musste, welcher aber d) einen hohen Schwungradius erforderte.
Auf ihrer Seite war zwar a) Gelenkigkeit 'naja mehr jedenfalls als er' vorhanden, aber sie hatte derzeit nur ihren b) Stab zur Verfügung mit dem sie c) öfters zuhauen musste, welcher aber wenigstens d) leichter zu kontrollieren war.
Zählte man also diese 4 Punkte zusammen, ergab sich daraus, daß der Kampf wohl noch eine ganze Weile laufen würde. Torens einzige Aussicht auf einen Gewinn bestand derzeit nur darin, ihn entweder zu ermüden, oder ihm irgendwie dieses Blattlose Etwas zu entwinden. Nunja, auf die eine oder andere Weise, würde es wohl dem Publikum nicht gefallen, aber das lies sich jetzt nicht ändern.
Die Umkreisung ging weiter. Irgendwann musste der sich doch mal wieder eine Blöße geben, die sich ausnutzen lies.
Marnax - 28.08.2004 - 21:14
Etwas mehr Ruhe war eingekehrt. Grolm und die Echse waren kaum über die Beschnupperungsphase hinausgekommen, als schon wieder beinahe alles vorbei schien.. oder aber besser gesagt: es hatte noch gar nichts begonnen.
Den Baum in beiden Händen tragend, verfolgte er die Bewegungen seiner Gegnerin, die ihn ihrerseits nicht aus den Augen zu lassen schien und auf eine Blöße wartete. Es war kein Kampf der Kraft, sondern der Ausdauer. Auch ohne genau über die Echse bescheid zu wissen, musste er annehmen, dass sie durch viele Kämpfe und Übungslektionen gestählt, hiervon sicher eine Menge besaß. Sich selbst konnte er schlecht einschätzen. Bislang hatte er alle Kämpfe an denen er teilgenommen hatte binnen kurzer Zeit zu einem Ende gebracht.. oder er war von seinem Gegner zu Ende gebracht worden. Straßenkämpfe dauerten selten lange und war einer dieser Winzlinge einmal in seinen Fängen gelandet, dauerte es meist nur noch Sekunden, bis er um Gnade winselte.
Es half nichts. Grolm würde sich entweder überlegen müssen, wie er offensiv gegen die Salamanderin vorgehen konnte, oder besser noch.. wie er sie aus der Reserve lockte. Wieder einmal arbeitete sein Verstand auf Hochtouren.
Konnte ein Nichtorger einschätzen, wie schwer sein Baumstamm wog? Wohl eher nicht. Es machte Grolm wenig Mühe, ihn zu tragen, aber er hatte die Hoffnung, dass sein überraschender Angiff eben den Respekt der Echse vor seiner Waffe gesteigert hatte.
Warum sollte sie ihm also nicht abkaufen, dass sie sehr schwer für ihn sei?
Scheinbar erschöpft ließ er das Ende des Baumes auf den Boden sinken. In Wirklichkeit jedoch konnte er ihn in kürzester Zeit gegen seine Angreiferin stemmen, sollte sie den Versuch eines Ausfalles machen.
Grolm war gespannt, welche Ergebnisse seine ersten taktischen Überlegungen brachten.
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Sprite - 29.08.2004 - 17:31
"Sehe ich da erstes Popcorn fliegen?" fragte der Ansager lakonisch. "Liebes Publikum, dies ist ein Kampf der guten alten Schule, so etwas kann schon einmal mehrere Stunden am Stück dauern ..."
Pai - 29.08.2004 - 18:02
So, so, dieses Spielchen wollte er jetzt spielen. Toren schüttelte leicht ungläubig den Kopf. Hatte er gedacht, das sie auf solch eine offensichtliche Finte hereinfiel. Ein müder Orger, nach so kurzem Kampf, sie kannte diese doch schon durch ihre Gladiators Zeit, die konnten lange durchhalten, und weitaus schwerere Dinge bewegen. Aber wenn er es nicht anders wollte, mal sehen, ob er ihr Gewicht mit tragen konnte.
Sie nahm Anlauf teuchte einen Angriff nach links vor, sprang mit einem ordentlichen Satz auf das, am Boden ruhende Ende des Baumes, und führte im gleichen Moment einen heftigen Streich mit ihrem Stab in die Halsgegend des Orgers.
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Marnax - 29.08.2004 - 19:01
Das war ... schnell.
Eben noch hörte Grolm die Stimme des Ansagers in der Arena, dann sah er den schillernden Schatten heranhuschen.
Er spürte einen Schlag. Von wo er kam und wie genau er traf, konnte er nicht mehr sagen. Für ihn hatte das auch keine Bedeutung mehr.
Ein Koloss geriet ins Wanken, der Stamm entglitt seinen Fingern und fiel auf den Boden. Glasige, geöffnete Augen, die doch nichts mehr sahen, richteten sich nach unten.
Grolm fiel .. und nachdem er der Länge nach aufgeschlagen war, machte er keine Anstalten, sich noch einmal zu regen.
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Sprite - 29.08.2004 - 19:56
"Und wieder bestätigt es sich: man kann den Verlauf eines Gladiatorenkampfes nicht zuverlässig vorhersagen ... egal, was manche behaupten ... Ahem!! Verehrte Zuschauer, wir haben einen Sieger - eine Siegerin: Toren, die Salamanderin. Applaus, bitte!!"
Dieses Mal waren schon doppelt so viele Handlanger-Orger vonnöten, um den Bewusstlosen vom Platze zu tragen.
Carlo empfing sie am Ausgang und lief besorgt nebenher, bis sie im Wartezimmer angelangt waren, wo sich sofort die Heilerin um Grolm kümmerte.