Bin ich zu spät? Bin ich zu früh?
Weiß nur, ich will nicht sein wie sie!
Hier scheint mich ein, zwar finsterer, Meister einzuladen
Dort aber, zu entfernt schon, tönt nur des Jägers Halali
Des Menschen Fleisch doch nicht viel mehr, als nur ein schäbiges Gewand!
Der Meister spricht, und seine Worte lassen mich erschauern
Des Menschen Rettung, wie er's nennt, ein allzu schäbiges Geschenk!
Wo ich bin, gibt es keine Rettung. Doch noch weniger: Bedauern!
Also reiche ich ihm meine kleine Menschenhand
Kalt lächelnd schenkt er Liebe ohne Grenzen - gleich mir, ein Unverstandener
Nähert sich furchtsam nur in stiller, fast schon allzu stiller Stunde
Doch jemals erreicht, so bleibt er, um zu wärmen, um zu schwärmen
Um nach Perlen hier zu tauchen, auf der Seele tiefstem Grunde
Wir sind eins, wir sind der Schatten, und zugleich der Wanderer
Dies mein Triumph? Das wird man sehen
Mein Traum nur? Dann soll Leben draus entstehen
Mein Untergang? Nicht schlechter als ein anderer!
Und soll es sein, so will ich eben untergehen
Das Ghul, 3.11.2006