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Claire - 03.11.2006 - 09:13
Alles, was von mir erledigt ist, findet ihr hier! :)
Claire - 03.11.2006 - 09:14
Heute stand nur ein Patient auf dem Programm, nämlich Danis achtjährige Oldenburgerstute Chesbury. Als ich auf das Gestüt kam, wartete Dani schon im Stutenstall auf mich und erläuerte mir gleich ihr Problem. Chesbury hatte in der letzten Zeit auffallend zugenommen und Dani vermutete, dass sie vielleicht von Kathis Hengst Faraj gedeckt worden war, als der Araber neulich von der Hengstweide ausgebüchst war und einen kleinen Spaziergang unternommen hatte. Ich untersuchte Chesbury erst einmal gründlich, wie es mit ihrer Gesudnheit im Allgemeinen stand. Ihre Werte waren allesamt in bester Ordnung, insofern gab es schon einmal keinen Grund zur Besorgnis. Nun ging ich Danis Verdacht nach und hörte Chesburys rundlichen Bauch gründlich ab. Zuerst dachte ich wirklich, sie wäre trächtig. Das komische war nur, dass ich keine Bewegungen von Seiten des Fohlens spüren konnte. Etwas beunruhigt beschloss ich, Chesbury mit in die Klimik des Gestüts zu nehmen und dort genauere Untersuchungen anzustellen. Es zeigte sich, dass die Oldenburer Stute nur scheinträchtig war, also kein Fohlen trug, aber alle Anzeichen einer fortgeschrittenen Trächtigkeit zeigte. In ein paar Wochen sollten die Symptome wieder von selbst verschwunden sein, doch ich gab ihr vorsichtshalber einige Hormonpräparate, um ihren Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Vielleicht wäre es sinnvoll, die wieder zu decken sobald sie rossig ist, da es bei scheinträchtigen Tieren manchmal zu psychischen Störungen kommt. Für die Stute wäre es wohl besser, bald ein Fohlen bei Fuß zu haben.
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Rechnung: 100 Ab durchchcecken, 50 AB Ultraschall.
Claire - 05.11.2006 - 17:31
Wenig später lud ich meine monströse Ledertasche aus dem Kofferraum des A3 und stiefelte los zu meinem ersten Kandidaten für heute. Besser gesagt zu meiner ersten Kandidatin. Ich hatte beschlossen, mit Steffis Pferden anzufangen. Desert Daughter schaute mich äußerst unbegeistert an, als ich plötzlich auf der Stallgasse vor ihrer Box auftauchte und sie an meinem weißen Kittel erkannte, dass ich keineswegs nur zur Fütterung gekommen war. Es gelang mir, die herumzickende Fuchsstute aufzuhalftern und aus der Box zu führen, ohne dass sie mir dabei einen Plattfuß stampfte. Yayness! Wenn das kein Erfolgserlebnis war...
Ich hörte Desert erst einmal gründlich ab. Puls- und Herzwerte waren in bester Ordnung. Bei der Temperatur verhielt es sich auch nicht anders. Die Lunge war vollkommen frei, also nicht etwa verschleimt oder gereizt. Nun sah ich mir noch ihre Augen an. Klar wie immer, und genauso verschlagen dreinschauend. Beim abschließenden Abtasten fiel mir nichts Besorgniserregendes auf.
„Du magst mich wohl nicht besonders, was?“, fragte ich Desert halblaut und steckte ihr einen Apfel zu, weil sie alles in allem doch recht artig gewesen war. „Ich fürchte nur, dass ich dir die nächsten Jahre als Tierärztin erhalten bleibe. Da musst du dich damit abfinden...“
Farouk musste ich erst einmal von der Weide holen, bevor ich ihn durchchecken konnte. Er hatte noch einige kleinere Kratzer von der Doppelschlacht mit Al Nadesch gegen Sinwan, aber die waren allesamt am Verheilen und hatten sich zum Glück nicht entzündet. Wahrscheinlich würden nicht einmal Narben zurückbleiben. Ich rieb noch einmal etwas Salbe auf die betroffenen Stellen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Dann konnte ich mit dem üblichen Routinecheck beginnen. Mein erster Eindruck hatte mich nicht getäuscht: Farouk war kerngesund. Steffi kümmerte sich eben vorbildlich um ihre Schützlinge. Der Apfelschimmel war heute ausnehmend brav und umgänglich. Wenn nur alle Pferde hier auf Al Bahid so wären...
Mein nächster Patient, Cash, machte mir jedoch ebenfalls keine nennenswerten Mätzchen. Er ließ sich geduldig untersuchen, ins Maul schauen und die Zähne etwas abraspeln, da er sich wohl bei Rangeleien auf der Koppel eine Kante spitz abgeschlagen hatte und sich wohlmöglich mit der Zunge daran verletzen hätte können. Und eine Entzündung im Maulbereich war echt das Letzte, was man bei einem Pferd brauchen konnte. Ansonsten gab es bei Cash nichts mehr zu tun, also durfte er zurück in seine Box. Weiter ging es mit Farasha. Die bildhübsche Schimmelstute war anfangs ein wenig scheu mir gegenüber, taute dann aber langsam auf und machte die Untersuchung brav mit. Ich lobte sie immer wieder, damit sie sich nicht wieder in ihr Scheckenhaus verkroch. Die Werte waren allesamt passabel, und auch ansonsten schien sie völlig gesund zu sein. Ich checkte sie gründlich durch, gab ihr noch eine Karotte und widmete mich dann Durriy. Nach dem quirligen, jungen Hengst kamen als nächstes Shetan und Salerié an die Reihe. Hier gab es bei keinem großartig was zu machen, ich überprüfte die Werte, machte mir ein paar Notizen und erledigte den Routinecheck, dann waren sie allesamt wieder entlassen.
Bei Rainy ging ich besonders aufmerksam zu Werke, da der Wallach nicht mehr der Jünsgte war und die vielen Einsätze im großen Turniersport nicht ganz so spurlos an ihm vorübergegangen war, wie man es sich als Besitzer gewünscht hätte. Vor allem seine Beine waren der gesundheitliche Knackpunkt. Man musste sie regelmäßig überprüfen, da sie ihm in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren Probleme gemacht hatten. Heute fühlten sie sich jedoch normal und gleichmäßig an. Keine Schwellungen, keine Verhärtungen, keine negative Reaktion auf Druck. Steffi achtete ja auch darauf, den Fuchs nur angemessen zu belasten und sprang kaum noch mit ihm. Rainy ist im Umgang ein richtiger Schatz, obwohl er noch nicht allzu lange auf Al Bahid steht, ist er mir schon richtig ans Herz gewachsen. Der Routinecheck ging rasch über die Bühne und Rainy dürfte raus auf die Koppel. Nun ging es weiter mit Gamila. Die junge Stute hatte heute leider einen ähnlichen Zickenanfall wie zuvor schon ihre Mama Desert Daughter. Ich hatte alle Hände voll mit ihr zu tun, bis sie endlich angebunden auf der Stallgasse stand und sich mit Todesverachtung in der Miene von mir untersuchen ließ. Der Puls war etwas schneller als normal, aber angesichts ihres hyperaktiven Herumgezappels konnte man ja auch kaum vom Ruhezustand sprechen. Ich war heilfroh, als ich meine Untersuchung endlich beendet hatte und Gamila wieder in ihre Box verfrachten konnte. Puh...
Claire - 05.11.2006 - 17:31
Mein nächster Patient war weitaus angenehmer im Umgang. Sabiiqu hatte sich vom lebhaften, frechen Fohlen zu einem bildhübschen Junghengst gemausert. Anders als bei seiner Zwillingsschwester Sabiih lag sein Talent eher im klassischen Reitsport, mit der Rennbahn konnte er absolut nichts anfangen. Da schlug dann wohl die Mama Farasha durch. Jedenfalls war Sabiiqu sehr, sehr brav, als ich ihn auf Herz und Nieren durchcheckte. Er nahm die Prozedur gelassen hin und wurde nicht ansatzweise ungeduldig. Ich lobte ihn begeistert, so einen vorbildlichen Patienten bekommt frau nicht alle Tage.
Jetzt kamen nach einer kurzen Kaffeepause die Jungspunde an die Reihe. Davon hatte Steffi mehr als genug. Ich fing mit Flammys Sprössling Precious an. Der kleine Fuchshengst ist wirklich ein ganz ein Süßer, aber leider genauso frech wie liebenswürdig. Er wollte mir mein Stetoskop beim Abhören zerkauen, knabberte dauernd an meinem Kittel herum und büchste mir während dem Routinecheck sage und schreibe dreimal in Folge aus. Wow, das nenne ich eine echte Herausforderung.
„Ich müsste eigentlich eine saftige Erschwerniszulage bei dir draufschlagen, Precious“, murmelte ich kopfschüttelnd, während ich meine Bemerkungen in meinem Notizbuch festhielt. „Aber andererseits hat die arme Steffi auch immer genug Ärger mit Al Nadesch, wenn er neue Eisen braucht.... Gleicht sich alles wunderbar aus...“
Shitana machte ihrem Namen heute alle Ehre und schien Precious an Einfallsreichtum, mir das Leben schwer zu machen, noch übertreffen zu wollen. Am Ende lag fast der gesamte Inhalt meiner Tasche über die Stallgasse verstreut und Shitana war über alle Berge. Ich entschloss mich, zuerst das Fohlen wieder einzufangen und dann meinem Kram wieder zusammenzusuchen. Eine halbe Stunde später bedauerte ich es noch immer zutiefst, diesen Beruf jemals ergriffen zu haben. Nadir und Attention mochten brav wie zwei Engel sein, ich war vorerst fertig mit der Welt. Da könnte man ja glatt noch zum Raucher werden echt... Das Mittagessen im Stübchen weckte meine Lebensgeister wieder und ich machte mich frisch gestärkt erneut an die Arbeit.
Claire - 05.11.2006 - 17:32
Nun standen noch Steffis Neuzugänge auf dem Programm, insgesamt drei Pferde. Ich fing mit Jawhara an. Ein hübscher Name für ein noch hübscheres Pferd, zumindest meiner Meinung nach. Ich machte mich mit der Süßen erst mal näher bekannt, bevor ich sie untersuchte. Jawhara fand den Check zwar nicht gerade toll, protestierte aber auch nicht dagegen. Ich konnte in aller Ruhe ihre Werte messen, ihre Beine abtasten und mir Augen und Nüstern näher ansehen. Hier war alles okay, also noch die Zähne etwas abraspeln und dann war ich auch schon wieder fertig. Jawhara schien ziemlich erleichtert, dass sie keine Spritzen oder Ähnliches bekam. Der Impfschutz war erst vor Kurzem erneuert worden, und auch die Wurmkur war erst nächsten Monat fällig. Anders verhielt es sich bei Dreambeat. Der dreizehnjährige Hannoveraner mochte an und für sich vollkommen gesund sein, aber ich musste ihn gegen Influenza und Tetanus impfen. Außerdem war noch die Wurmkur fällig, um genauer zu sein überfällig.
Last but not least kam Keep Cool Girl an die Reihe. Die Pintostute war ein absoluter Traum, der das Westernreiterherz in mir sofort höher schlagen ließ. Da hatte Steffi mal wieder ihr Händchen für Pferde bewiesen. Man könnte ihr glatt neidisch werden auf die Süße. Nichtsdestotrotz zog ich meinen Routinecheck durch, dank dem artigen Charakter der Stute übrigens in Rekordzeit. Nun kamen noch die Impfungen, von denen die ganze Palette fällig war. Eine Wurmkur später war Keep von mir erlöst und ich mit dem ersten Block des heutigen Arbeitstages fertig.
Abrechnung:
Desert: 100 AB
Farouk: 100 AB
Cash: 100 AB plus 50 AB Zähne abraspeln
Farasha: 100 AB
Durriy: 100 AB
Shetan: 100 AB
Salerié: 100 AB
Rainy: 100 AB
Gamila: 100 AB
Sabiiqu: 100 AB
Precious: 100 AB
Shitana: 100 AB
Nadir: 100 AB
Attention: 100 AB
Jawhara: 100 AB plus 50 AB Zähne abraspeln
Dreambeat: 100 AB plus 100 AB Impfungen und 50 Wurmkur
Keep Cool Girl: 100 AB plus 200 AB Impfungen, 50 AB Wurmkur
Insgesamt 2.200
Claire - 05.11.2006 - 17:32
Nun stand Jessis inzwischen ebenfalls schon recht stattliche Herde auf dem Programm. Meinen ersten Patienten Royal’s Sunrise kannte ich schon seit langem, er hatte nämlich früher Steffi gehört und war in der Regel recht brav bei den Untersuchungen gewesen. Ich hoffte, dass sich an seiner Einstellung gegenüber Tierärzten und mir im Speziellen nichts geändert hatte. Und so war es auch. Royal ließ sich brav aufhalftern, folgte mir in ruhigem Tempo auf die Stallgasse und ließ mich meine Arbeit in aller Ruhe erledigen. Zuerst checkte ich seine Puls- und Herzwerte, hörte den Lungenapparat gründlich ab und maß seine Temperatur. Alles im mittleren Normalbereich. Die Zähne raspelte ich etwas ab, da sie bei ihm immer recht schnell nachwachsen und ihm sonst Probleme machen könnten. Royal mochte diese Prozedur natürlich nicht, schluckte seinen Unmut aber tapfer hinunter. Okay, nun strich ich noch seine Beine ab, machte meine Notizen und dann war der Hengst auch schon wieder entlassen. Mein nächstes Opfer war jedenfalls Kentucky. Er machte zwar auf den ersten Blick einen gesunden Eindruck, aber als ich seine Box betrat, sah ich das Schlamassel: seitlich am Bauch hatte er eine nässende Wunde, die offenbar von einer Keilerei auf der Koppel stammte. Kentucky versuchte immer wieder, die Stelle zu lecken und rieb sie dadurch noch zusätzlich auf. Au weia, das sah wirklich übel aus! Ich klopfte dem Armen mitfühlend den Hals und fing an, ihn gründlich zu untersuchen. Die Temperatur war leicht erhöht, aber nur so minimal, dass man nicht wirklich von einer fiebrigen Reaktion des Körpers sprechen konnte. Gut so, dann konnte ich mich mit der Wunde näher auseinandersetzen. Dazu musste ich Kentucky jedoch auf die Stallgasse bringen und anbinden, weil ganz schmerzfrei würde das nicht ablaufen. Ich desinfizierte den Biss erst einmal gründlich, dann entfernte ich eine dünne eitrige Kruste, die sich an einer Seite gebildet hatte und gab eine entzündungshemmende Salbe darauf. Nun musste ich das Ganze noch verbinden und sicher stellen, das Kentucky mir den Verband nicht in Rekordzeit wieder herunter riss.
„Sorry mein Junge, aber da musst du jetzt durch“, seufzte ich, während ich dem unglücklich dreinschauenden Hengst eine Halskrause anlegte. „Ist nicht für lange, und so wirst du ganz, ganz schnell wieder gesund...“ Kentucky konnte einem echt leid tun, aber die Halskrause garantierte immerhin, dass der Biss ungestört verheilen und Jessi ihren Süßen auch bald wieder reiten konnte. Denn mit Halskrause würde sie ihn wohl kaum zum Arbeiten bringen, so ätzend wie Kentucky das weiße Ding fand...
Claire - 05.11.2006 - 17:32
Dafür war bei Joanne alles in bester Ordnung. Sie machte schon auf den ersten Blick einen kerngesunden Eindruck, der sich beim Routinecheck absolut bestätigte. Sie ließ brav alles über sich ergehen und durfte deshalb auch bald wieder zurück auf die Weide zu ihren Freundinnen. Allenfalls ihr Fell wirkte etwas stumpf, vielleicht bräuchte sie etwas zusätzliches Mineralfutter zum Aufbau. Oder es liegt einfach an der Jahreszeit, das Winterfell sieht ja nie so schön und glatt aus wie das Sommerfell. Jauhara war als Nächste an der Reihe. Sie benahm sich anfangs etwas aufmüpfig, wollte nicht so recht still stehen und sich schon gar nicht ins Maul schauen lassen. Dann ließ sie sich aber mit einigen Leckerlies zu etwas mehr Kooperativität überreden. Außerdem kannte sie mich ja noch nicht, da sind viele Pferde etwas schwieriger als gewöhnlich. Ihre Werte hätten kaum besser sein können, beim Abtasten gab es keine bösen Überraschungen und ich konnte nur positive Bemerkungen in mein kleines Büchlein schreiben.
So, nun ging es weiter in den Jungpferdestall zu Khalifa. Das kleine, schüchterne Stutfohlen hatte sich in eine hübsche, junge Lady verwandelt. Inzwischen ist sie auch deutlich selbstbewusster geworden. Ich begrüßte sie erst einmal, bevor ich sie aufhalfterte und auf die Stallgasse brachte. Ihr Vorderbein hatte sie sich noch in Fohlenzeiten böse angebrochen. Wie durch ein Wunder hatte sich der Knochen wieder regeneriert und war richtig angewachsen. Das monatelange Schienen hatte wiederum Schäden an der Muskulatur hinterlassen, die durch ein konsequentes Aufbautraining weitestgehend beseitigt worden waren. Dennoch gebührte diesem besagten Bein stets meine volle Aufmerksamkeit. Ich tastete es mehrmals ab, streckte es, befühlte die Sehnen und beschloss, zur Vorsicht noch einmal ein Röntgenbild davon zu machen. Dieses zeigte, dass es keine negativen Veränderungen am Knochen gab und Khalifa sich offenbar endgültig erholt hatte. Ansonsten war alles im grünen Bereich bei ihr.
El Shatal war der Nächste auf meiner langsam aber sicher kürzer werdenden Liste. Ich untersuchte ihn von A bis Z, kontrollierte alle Werte, schaute mir seine Zähne an und checkte die Augen. Da alles okay schien, konnte ich ihn impfen und anschließend noch die Wurmkur durchziehen. Fällig war nämlich alles, von Imfluenza über Tetanus hin. Shatal war überraschend geduldig, deshalb hatte er sich den kleinen Apfel nach der Untersuchung redlich verdient. Er ist wirklich ein Blickfang, der Süße. Chika Boy dagegen war heute nicht besonders gut aufgelegt, doch das nahm ich ihm nicht übel. Im Vergleich zu Al Nadesch war er immer noch der reinste Engel. Ich versuchte, ihn nicht allzu lange auf die Folter zu spannen und mit meinem Routinecheck zu langweilen. Ein, zwei kleine Kratzer galt es noch zu verarzten, bevor ich zu den Impfungen kam. Als das ganze Gepiekte überstanden war, musste Boy noch die Wurmkur über sich ergehen lassen. Dann war er wieder frei und Chika Girl an der Reihe. Die kleine Stute war sehr zurückhaltend und schüchtern. Ich fasste sie buchstäblich mit Samthandschuhen an, versuchte, sie nicht zu erschrecken und redete immer wieder sanft auf sie ein. Bei den Spritzen quiekte sie trotzdem auf, offenbar ist sie noch recht empfindlich. Als auch die Wurmkur überstanden war, tröstete ich die Kleine mit einigen Leckerlies, was sie rasch wieder aufmunterte.
Royal’s Sunrise: 100 AB plus 50 AB Zähne abraspeln
Kentucky: 100 AB plus 50 AB Halskrause und Wundbehandlung
Joanne: 100 AB
Jauhara: 100 AB
Kalifa: 100 AB
El Shatal: 100 AB, 200 AB Impfungen plus 50 AB Wurmkur
Chika Girl: 100 AB, 200 AB Impfungen plus 50 AB Wurmkur
Chika Boy: 100 AB, 200 AB Impfungen plus 50 AB Wurmkur
Autotal 1.650
Claire - 05.11.2006 - 17:33
Zu guter letzt stiefelte ich noch zu Cosimas neuer Stute, die lustigerweise Meeresblick’s Cosima heißt. Die Hübsche musterte mich erst einmal eingehend, bevor sie sich von mir aufhalftern lassen wollte. Ich ließ sie eingehend an mir schnuppern und redete mit ihr, damit sie sich an meine Stimme gewöhnen konnte. Dann zog ich ihr das Halfter über und brachte sie raus auf die Stallgasse. Nun kramte ich mein Stetoskop aus der Tasche und hörte Cosima gründlich ab. Der Atem ging völlig frei, Puls- und Herzschläge kamen schön regelmäßig. Jetzt maß ich ihre Temperatur, die ebenfalls völlig okay war. Alles im Normalbereich. Dann tastete ich ihre Beine sorgfältig ab, leuchtete in ihre Augen und Ohren und stellte zufrieden fest, dass es auch hier nichts zu beanstanden gab. Nun schaute ich noch ihre Zähne an, die allesamt gleichmäßig gewachsen und nicht übermäßig kantig waren.
Ein Blick in den Impfpass sagte mir, dass ich nur die Influenzaimpfung auffrischen musste, der Rest war noch nicht fällig. Nach der Spritze war Cosima auch wieder erlöst und ich – endlich – für heute mit meiner Arbeit fertig.
Rechnung:
Durchchecken 100 AB, 50 AB Impfung
Steffi - 05.11.2006 - 18:23
Claire,du bist die allerbeste!!!!Danke fürs schnelle erldigen!Und ihc saß mal wieder lachend vor der kiste und konnt nimma aufhören*g*
Jessi - 05.11.2006 - 18:54
claire,du bist die beste.Nur schade wegen kentucky... :(
Cosima - 05.11.2006 - 22:05
hey danke XD
Claire - 09.11.2006 - 15:26
Danke, Mädels^^.
Keine Sorge, Kentucky wird die drei, vier Tage mit Halskrause schon überleben. ;) Tut ihm ja nicht weh, ist nur ein bissl lästig und sieht komisch aus...
Claire - 18.11.2006 - 16:07
Heute standen wieder einmal Biancas Vierbeiner auf dem Programm, da ich unter der Woche leider nicht ausreichend Zeit gehabt hatte. Nun ja, die hat man als Tierärztin eigentlich nie, weil man fortlaufend neue Aufträge bekommt und die größeren und kleineren Notfälle einem dann noch die schönste Planung auf den Kopf stellen. Wie gewöhnlich fing ich mit ihrem Hengst Crying River an, das hatte ich mir schon so angewöhnt *g*. Cry ist ein sehr, sehr braves, umgängliches Pferd und stets ein guter „Einstieg“ in den Arbeitstag. Auch heute begrüßte er mich schon von Weitem mit einem freudigen Schnauben, als ich den Hengststall betrat. Ich holte mir den Hübschen raus auf die Stallgasse, wo ich mein Routineprogramm der Reihe nach ausführte. Herztöne, Atemwerte, Lunge abhören, Temperatur messen etc. pp. Da alles in bester Ordnung war, durfte Cry nach zwei kleinen Spritzen auch schon wieder zurück in seine Box. Seitdem ich mich erinnern kann, war er noch nie ernstlich krank gewesen. Offenbar gehörte zu den Pferden, an die nur äußerst selten etwas hinkommt. Weiter ging es mit Nabil. Die bildhübsche Stute schickte mir ein helles Wiehern entgegen, als ich den Stutenstall betrat. Wir beide kannten uns schon seit mehr als 5 Jahren, und bis jetzt waren wir auch immer hervorragend miteinander ausgekommen. Ich begrüßte Nabilchen erst einmal und schmuste mit ihr, bevor ich die Kleine gründlich durchcheckte. Ich hörte nacheinander Lunge und Herz ab, maß ihre Temperatur und sah mir Augen und Zähne genau an. Wie erwartet war alles okay. Dies traf auch auf ihre Beine zu, die ich, wie bei jedem Rennpferd, aufs Sorgfältigste abtastete und untersuchte. Schwellungen und negative Reaktionen auf Druck sind hier Alarmzeichen Nummer 1, aber zum Glück war bei Nabil alles in Ordnung. Ansonsten gab es bei ihr nichts mehr zu tun, also ließ ich sie raus auf die Koppel, bevor ich weiter zu Nasran stiefelte. Der edle Schimmelhengst hatte sich in letzter Zeit leider zu meinem persönliches Sorgenkind entwickelt. Das letzte Mal hatte ich eine Bindehautentzündung bei ihm behandelt. Die war glücklicherweise wieder rasch abgeheilt. Aber heute stand er mit gesenktem Hals in der Box und gab alle paar Minuten ein gequältes Husten von sich. Mit einem leisen Seufzen klopfte ich Nasran mitfühlend den Hals und fing an, ihn gründlich zu untersuchen. Er blieb brav stehen und ließ alles geduldig mit sich geschehen.
„Du hast zur Zeit wirklich nur Pech, Nasran“, sagte ich leise, nachdem ich einen prüfenden Blick auf das Fieberthermometer geworfen hatte. „Total erkältet und auch noch leichtes Fieber...“ Nun kramte ich sämtliche medizinische Waffen aus meiner monströsen Arzttasche, die ich für solche Fälle parat hatte. Ich flößte Nasran erst einmal einen schleimlösenden Saft gegen seinen Husten ein. Der Hengst mochte das klebrige Zeug nicht besonders, schluckte es aber nach gutem Zureden mit Leidensmiene hinunter. Dann deckte ich ihn warm ein und gab Bibs gleich per SMS Bescheid, wie sie ihren Patienten die nächsten Tage behandeln sollte. Regelmäßig Fieber messen und Hustensaft schlucken würden Nasran kaum erspart bleiben...
Cantaro mochte zwar vollkommen gesund sein, hatte heute aber seinen Aufmüpfigen, wie man bei uns in Bayern so schön sagt. Der junge, temperamentvolle Hengst war kaum zu halten. Ich hatte meine liebe Not mit ihm, schaffte es aber trotzdem irgendwie, ihn durchzuchecken und dabei die Nerven nicht völlig zu verlieren. Das tat ich erst, als Nash an der Reihe war. Die ansonsten zwar quirlige, aber doch umgängliche Schimmelstute war heute die Oberzicke in Person. Ich fragte mich, ob die Stallburschen irgendetwas äußerst Ungesundes ins Futter gemischt hatten oder ob Al Bahid plötzlich ein radioaktiv verstrahltes Gebiet war. Kopfschüttelnd sah ich zu, mit Nashs Untersuchung fertig zu werden und mich dann Yashuum zu widmen. Die zierliche Rappstute ist wirklich ein Engel. Sie war unglaublich brav und schien meine armen Nerven für Nashs und Cantaros Aufsässigkeit entschädigen zu wollen. Die Wurmkur steckte sie ohne herumzuzicken weg und war damit auch schon wieder entlassen.
Der nächste Kandidat für heute war Feriano. Der dunkelbraune Halbblüter hatte die letzten Monate noch einmal ordentlich an Muskelmasse zugelegt und konnte seine Holsteiner- Abkunft inzwischen nicht mehr verleugnen. Wie immer dauerte ihm mein blöder Routinecheck viel, viel zu lange. Deshalb trat er mir munter auf den Füßen herum und versuchte mehrmals, mein Stetoskop zu fressen. Abgesehen davon, dass es ihm ohnehin nicht allzu gut bekommen hätte, hatte ich ordentlich was dagegen, dass mir der Junghengst meine Instrumente auffutterte. Schließlich hatte ich noch zahlreiche Patienten vor mir...
Claire - 18.11.2006 - 16:12
So, der Rest kommt dann voraussichtlich morgen :)
Claire - 19.11.2006 - 09:42
Rashiid war der nächste Kandidat auf meiner langsam aber sicher kürzer werdenden Liste. Der temperamentvolle Scheckhengst war nie besonders begeistert, wenn ich mit meiner voluminösen Ledertasche anrückte und ihn mit Stetoskop, Thermoteter und Co. traktierte. Auch heute drehte er sich anstatt einer Begrüßung demonstrativ zur Wand und reckte mir sein zweifarbiges Hinterteil entgegen. Na, wenn das keine freundliche Geste war... „Ja, ich hab dich auch lieb!“, knurrte ich voller Enthusiasmus und versuchte, mich zum Kopf des eigenwilligen Scheckmonsters vorzuschieben. Irgendwann, nach gut zehn Minuten, hatte ich das auch geschafft und konnte mein unglücklich dreinschauendes Opfer auf die Stallgasse führen. Nun musste Rashiid den altbekannten Routinecheck über sich ergehen lassen. Bei ihm war jedenfalls alles okay, abgesehen von einigen kleinen Kratzern, die sich der Prügelknabe mal wieder auf der Koppel zugezogen haben musste. Dann ging es weiter zu Yalisa. Ich untersuchte sie von A bis Z, kontrollierte alle Werte, schaute mir ihre Zähne an und checkte die Augen. Die süße Schimmelstute machte alles brav mit und war ausgesprochen geduldig. Ich lobte sie gebührend, schließlich freut frau sich immer über angenehme Patienten... Da sie kerngesund war, konnte ich sie bald wieder in ihre Box zurückbringen und mich Falih und Samyul widmen.
Claire - 19.11.2006 - 09:43
Der kleine Hengst war inzwischen sechs Monate alt und folglich gar nicht mehr so klein. Sein Fell war noch dunkler geworden, und er zeigte schon jetzt einen hervorragenden Körperbau. Falih, die stolze Mama, hatte den temperamentvollen Nachwuchs nach wie vor bestens im Griff. Dabei war es sicherlich gar nicht so einfach, den kecken, übermütigen Rappen in seine Schranken zu weisen... Ich begrüßte die beiden erst einmal, bevor ich Falih in Ruhe durchchekte. Samyul umkreiste mich dabei völlig aus dem Häuschen (WAS macht die da mit meiner Mama????). Wenig später war dann er selbst an der Reihe. Anfangs fühlte er sich nicht so ganz wohl in seiner Haut, aber schon bald entdeckte er, dass sich furchtbar interessante Dinge in meiner Ledertasche verbargen, die nur darauf warteten, von jemandem wie ihm entdeckt und ans Tageslicht befördert zu werden. Leise grummelnd sammelte ich meine Instrumente schließlich wieder ein und beschloss, so schnell kein Fohlen mehr von Salza zu ziehen...
Flammy war heute ausnahmsweise einmal die Ruhe in Person, was mich ziemlich überraschte. Normalerweise ist er beim Routinecheck nie besonders gut aufgelegt. Im Gegenteil, er kann da ziemlich ungehalten werden. Ich zog die Messungen der Reihe nach durch, notierte mir die Werte, verglich sie kurz mit denen, die ich das letzte Mal gemessen hatte und sah mir dann seine Zähne an. Etwas Feilarbeit war nötig, aber nichts Weltbewegendes. Dann war Flamingo auch schon wieder entlassen und Neyla war an der Reihe.
Die kleine Prinzessin stand gerade auf der Weide, also musste ich sie erst einmal einfangen und in den Hof bringen. Dann hörte ich sie gründlich ab, maß ihre Temperatur und sah mir ihre Augen genau an. Außerdem tastete ich ihre Beine sorgfältig ab und kontrollierte das Kiefer. Da alles in bester Ordnung war, durfte Neyla nach zwei Spritzen in ihre Box im Jungpferdestall.
Claire - 19.11.2006 - 09:43
Nach Zamzahmah, Amira und Laminah, die allesamt kerngesund waren, kam noch Coyote Show Time an die Reihe. Die oft etwas schwierige Stute war heute alles andere als zickig. Sie schnupperte mich erst einmal von oben bis unten ab, dann ließ sie sich brav untersuchen und machte keine Mätzchen. Die Hübsche ist ja von Burny trächtig, deshalb ging ich besonders vorsichtig zu Werke. So, wie es momentan aussieht, verläuft alles bestens und das kleine Fohlen wird pünktlich zum errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen. Ich war selber schon ganz aufgeregt deswegen.
Letzter Kandidat für heute war Downy Pleasure, Biancas overofarbener Neuzugang. Der Süße war anfangs noch etwas schüchtern, doch er taute nach und nach auf und wurde neugieriger. Er ist wirklich ein tolles Pferd, und dazu noch kerngesund *g*. Ich schmuste noch ein wenig mit ihm, bevor ich meine Tasche wieder zurück ins Auto schleppte und mich dann um meine eigenen Vierbeiner kümmerte.
Claire - 19.11.2006 - 09:44
Und hier das wichtigste: die Rechnung *g*:
Cry: 100 AB plus 100 AB Impfungen
Nabil: 100 AB
Nasran: 100 AB plus 50 AB
Cantaro 100 AB
Nash 100 AB
Yash 100 AB 50 AB Wurmkur
Feriano 100 AB, 50 AB Zähen raspeln
Radhiid 100 AB
Yalisa 100 AB
Falih 100 AB
Samyul 100 AB
Neyla 100 AB 100 AB Impfungen
Flammy 100 AB
Zamzamah 100 AB
Amira 100 AB
Laminah 100 AB
Downy 100 AB
Show Time geschenkt^^.
Macht zusammen 1.950 AB.
Bibs - 19.11.2006 - 12:09
danke schön mausi ;) und ich denk panic gehts auch gut oder?!
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