Dogdancing - eine amerikanische Hundesportart, die dort sehr professionell und für unseren nüchternen "deutschen" Geschmack ungewohnt aufwendig betrieben wird. Nichtsdestotrotz ist DogDancing wahrscheinlich die Sportart der Zukunft, denn dort ist "alles erlaubt"! Hauptsache Spaß für Hund und Mensch und mit spektakulären Showeinlagen zur Unterhaltung des Puplikums.
Canine Musical Freestyle ist eine musikuntermalte Choreographie, in der Mensch und Hund vordergründig ihre Partnerschaft und das Training des Hundes darstellen. Der Hund bewegt sich zur Musik in eleganten und komplizierte Bewegungen. Das Band zwischen Mensch und Hund zeigt sich hier in ungewöhnlich hoher Präzision und Freude. Der Hund wird nur durch kleinste Körpersignale und verbale Kommandos gelenkt. Der Schwerpunkt der Darbietung liegt immer auf dem Hund, der Hundeführer komplettiert das Team zu einem harmonischen Ganzen.
Jedes Team ist einzigartig, die verschiedensten Musikarten werden verwandt und die unterschiedlichsten Arbeitsweisen präsentiert.
Die künstlerische Freiheit des Canine Freestyle stellt einen entscheidenden Wechsel von der klassischen, traditionellen Unterordnung dar und erlaubt dem Hundeführer, sich nur auf die individuellen Stärken des Hundes zu konzentrieren.
Freestyle ist eine Disziplin, die Ausstrahlung und die Bewegungen des Hundes unterstreicht. Die Schönheit eines atlethischen, trainierten Hundes, der sich zur Musik bewegt steht bei dieser neuen Sportart im Vordergrund.
Die Geschichte des Canine Musical Freestyle
Seit Anfang der 80er Jahre wuchs das Interesse an positiven Trainingstechniken, immer mehr Menschen wollten einen fröhlichen, "lachenden" Hund beim Training.
Die Obedience wurde immer präziser und erreichte ein sehr hohes Maß an Perfektion. In dieser Zeit ließen sich einige "Hundeleute" von der hohen Schule der Pferdedressur zur Musik inspirieren und begannen, neue Möglichkeiten in der Obedience zu suchen.
1989 verdeutlichte Dawn Jecs, eine Hundetrainerin aus Washington State, eines ihrer Obedience Seminare mit einer kurzen Küreinlage zur Musik. Dies führte zu weiteren Vorführungen eines Hundes zur Musik auf kleineren Veranstaltungen.
1990 zeigt Mary Ray - Top Obedience Handler in Großbritannien - Obedience zur Musik (Heelwork to Music). Auch dies führte zu weiteren Demonstrationen, unter anderem auf der Crufts, Großbritanniens größter Hundeausstellung.
1991 veranstaltete der Pacific Canine Showcase in Vancouver eine Freestyle Vorführung, an der unter anderem Tina Martin, eine Dressurreiterin, mit ihrem Golden Retriever teilnahm.
Sie war und erste Präsidentin Gründungsmitglied von Musical Canine Sports International (MCSI) im Sommer 1991.
1992 wurden dort die ersten Prüfungsordnungen aufgestellt. Ziel war es, das erste Freestyle-Turnier 1993 in Kanada durchzuführen.
Im April 1992 dikutierte Ellen Lancina, Redakteurin von "Front and Finish" (Obedience Magazin) die Möglichkeit der Einführung einer Freestyle-Klasse bei den Obedience Wettkämpfen.
Die Vorteile wären eine höhere Medienwirksamkeit, mehr Zuschauer auf den Wettkämpfen und vieles mehr. Sie erarbeitet in den folgenden Monaten eine Mögliche Richtlinie zur Bewertung in drei Klassen.
1995: Gründung der Canine Freestyle Federation Inc., USA (CFF)
Die Basis der Prüfungsrichtlinien wurde von Joan Tennille, einer Choreographin, entworfen. Sie beschreibt hier einen Weg, die Möglichkeiten und das Können des Hundes in seinem natürlichen Rhythmus darzustellen und auch die Musik entsprechend zu wählen. Grundlage ist hier vor allem der natürliche Takt des Hundes.
Gefördert werden sollen vor allen Dingen das Training und die Bindung zwischen Mensch und Hund.
1995, 1996 und 1997 erfolgten Vorführungen von Freestyle der CFF auf AKC (Amerikan Kennel Club) Obedience-Wettkämpfen in den Vereinigten Staaten. Der Erfolg war jedesmal durchschlagend. Alle Teams erhielten hier "Standing Ovations".
1995 erarbeitet Agility Trainer und Richter Peter Lewis eine Prüfungsordnung für Großbritannien.
Im April 1996 wurde der erste "Heelwork to Music"- Wettkampf in Großbritannien durchgeführt. Vier Richter bewerteten hier insgesamt 24 Teams nach den Kriterien: Bewegung zur Musik, Präzision, und Interpretation der Musik. Der Erfolg dieser Veranstaltung war so groß, daß auch im April 1997 wieder ein Wettkampf durchgeführt wurde..
1997: CFF veröffentlicht eine ausgefeilte und umfangreiche Prüfungsordnung. Die deutsche Prüfungsordnung wird mit größter Wahrscheinlichkeit sehr eng an diese angelehnt sein.
1999: "Heelwork to Musik" wird vom Manuela Nasseck (A) auf der Bundessieger-Zuchtschau gezeigt. Es folgen weitere Demonstrationen auf der Agility-WM (Nicole Weber) und auf mehreren Internationalen Zuchtschauen (Angela Seidel und Eva Buhl ) mit großem Erfolg.