Lars - 05.05.2005 - 18:11
BVB braucht "kühlen Kopf in heißer Atmosphäre"
Spiele gegen Werder Bremen sind für BVB-Stürmer Ewerthon etwas besonderes. Sechs Mal trat er in der Bundesliga bisher gegen die Grün-Weißen an, fünf Mal erzielte er ein Tor. Im Schnitt traf der Brasilianer gegen Werder alle 65 Minuten. "Wenn ich eine Torchance bekomme, dann werde ich sie nutzen. Bremen liegt mir", kündigt Ewerthon im Vorfeld des Duells mit dem Deutschen Meister und Pokalsieger 2004 am Sonntag (Anstoß 17.30 Uhr) an.
Erzielt gegen Bremen statistisch gesehen alle 65 Minuten ein Tor: BVB-Stürmer Ewerthon.
Das 74. Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Bundesliga ist von großer Brisanz geprägt. Verliert die Borussia ihr Heimspiel, kann sie die Hoffnungen auf das Erreichen des sechsten oder siebten Tabellenplatzes begraben. Verliert Werder, droht für den Champions-League-Aspiranten sogar der Sturz in den UI-Cup. "Für beide Teams steht enorm viel auf dem Spiel. Wir müssen zusehen, dass wir in dieser heißen Atmosphäre einen kühlen Kopf behalten", fordert BVB-Torwart Roman Weidenfeller. "Wir werden alles daran setzen, an den letzten drei Spieltagen noch den siebten oder sechsten Platz zu erreichen. Rechnerisch haben wir noch alle Chancen", sagt Ewerthon.
Nach seiner Gelbsperre ist Dede am Sonntag wieder spielberechtigt. Sein Einsatz gegen Werder steht dennoch auf der Kippe. Eine Sprunggelenksverletzung machte dem Brasilianer unter der Woche schwer zu schaffen, ließ nur leichtes Lauftraining zu. Die erste Trainingseinheit konnte der 27-Jährige erst am Freitag absolvieren. Fraglich ist zudem das Mitwirken von Marc-André Kruska, der ebenfalls über Schmerzen im Sprunggelenk geklagt hat. Der Youngster kündigte jedoch an: "Ich werde rechtzeitig fit." Gleiches gilt für Christian Wörns, der seine Rückenprobleme bis Sonntag wohl überwunden haben wird.
Und auch Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf hat Personalsorgen. Neben Ümit Davala (Syndesmoseband-Anriss) und Krisztian Lisztes (Knöchelprobleme) wird auch Kapitän Frank Baumann (Sprunggelenk) im Westfalenstadion nicht auflaufen können. "An einen Einsatz des Trios in Dortmund ist nicht zu denken", schrieb der Weser Kurier. (cb)