Rennfahrer bringen ihre Partnerinnen teilweise erst gar nicht mit in die brasilianische Stadt, die Teams fahren "undercover", um nicht erkannt zu werden, dennoch werden in jedem Jahr einige Teammitglieder überfallen - in der Regel bleibt es jedoch bei dem Diebstahl von Wertgegenständen oder Bargeld.
Nach dem Freien Training am Freitag wurden Mitarbeiter des Toyota-Teams Opfer gewalttätiger Jugendbanden, als man sich am Abend auf den Weg zurück in das Hotel machte. Der Überfall fand drei Kilometer von der Strecke entfernt statt. Wie üblich war es purer Zufall, dass es die Mitarbeiter des japanischen Rennstalls getroffen hat.
"Es war ein gewalttätiger Zwischenfall, wie er hier passieren kann", so Teamsprecherin Fernanda Villa-Boas de Mello gegenüber 'Sporting Life'. Man habe an einer Ampel angehalten, wo eine Gruppe Jugendlicher aufgelauert hatte und sich dann auf einige Autos stürzte. Dass es sich um Toyota-Personal gehandelt hat, konnten die Täter jedoch nicht wissen, denn die Fenster des Autos waren verdunkelt.
"Eine Person versuchte, ein Fenster einzutreten, und dann wurden Schüsse abgefeuert. Er wollte uns nicht erschießen, er wollte uns lediglich ausrauben", so die Sprecherin weiter. "Wir haben es schließlich geschafft, zu entkommen. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber wir stehen unter Schock."
Irgendwer hat mal gesagt, "Wenn ein Fahrer seine Freundin mit zum Rennen nach Sao Paulo nimmt, will er sie loswerden" - tja, das ist jetzt etwas makaber, aber ich würde dort schon Angst vor Entführungen haben...
Bevor man Hockenheim oder SanMarino aus dem Rennkalender streicht, wäre es wohl besser gewesen man hätte Brasilien gestrichen!!!