Regen fällt zu Boden,
netzt mit seinem Naß die letzten wilden Blumen,
der Wind weht das vergehende Laub von den Bäumen,
graue Wolken treiben vorbei
und künden schon jetzt von dem was kommt.
Trauer erfüllt uns immer wieder,
wenn der Sommer geht,
die Herstsonne kann kaum uns trösten,
der Winter wird uns wieder erreichen,
mit Kälte erfüllen alles rundherum.
Wir ahnen schon die ersten Flocken,
den nahenden Schnee,
der alles wird bedecken,
was einst blühte und grünte,
der Abschied tut so weh.
Leicht zitternd blicke ich in die untergehende Sonne,
will sie halten mit aller Kraft,
Kälte erreicht mich nun auch von außen,
läßt meine frierende Seele erstarren,
die schon soviel hat gesehen.
Eine Weile stehe ich noch da,
versunken in Gedanken,
ignoriere die vorübergehenden Menschen,
versuche in mir jenes zu finden,
was ich so vermisse.
Und plötzlich ist es da,
ein Lächeln aus der erstarrten Menge,
es gibt mir die Gewissheit,
die mir eben noch fehlte,
die ich fast vergaß.
Nach den Wolken des Herbstes,
nach der Kälte des Winters,
da kommt auch wieder jene Zeit,
die mich mit neuem Leben erfüllt
und die dunklen Tage vergessen lässt.
So ist unser Leben,
Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
jede Zeit hat ihr Recht zu sein.
Heut mag dich der Herbst besuchen,
morgen kann es schon der Frühling sein.
In dir kann dann die Sonne wieder scheinen,
dich die Tränen vergessen lassen,
neue Blumen werden erblühen
und dein Herz erfreuen.
Du wirst deine Trauer vergessen können im neuen Schein.