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Verfügbare Informationen zu "Als die Macht und die Liebe sich trennten"
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Sawa - 16.06.2004 - 17:04

Im Anfang der Zeiten war es so:
Die Macht und die Liebe wurden als Zwillinge geboren.
Ihre Mutter war die Weisheit, Ihr Vater er Mut.
Die Geschwister waren unzertrennlich und überall, wo Sie hinkamen, schenkten Sie Leben in Fülle.
Wo es Streit und Krieg gab, konnten Sie schlichten.
Sie stifteten Frieden zwischen Parteien und Völkern, Sie verteilten die Güter dieser Welt gerecht, Sie machten die Armen reich und die Reiche glücklich.
Die Macht und die Liebe waren ein Herz und eine Seele und wo Sie in den Häusern der Menschen Platz fanden, da veränderte sich alles zum Guten.
So wanderten Sie durch die Welt.
Eines Tages begegneten Sie auf Ihrem Weg dem Neid.
Der Neid hatte sich fein herausgeputzt und sah stattlich aus. Sein Gewand glitzerte in der Sonne, und Sein Geschmeide funkelte im Licht.
"Ich sehe Dich stets im Schatten der Liebe gehen", sagte der Neid zur Macht. "So kannst Du nie etwas werden. Geh mit mir! Da wirst Du größer und stärker. Du sollst sehen: die Menschen werden Dir die Hände und Füße küssen, sie werden Dir schmeicheln und Opfer bringen, sie werden Dir Ihre Seele verkaufen, nur um Dich zu besitzen."
Die Macht war geblendet, Sie dachte eine Weile nach.
Dann sagte Sie zur Liebe:"Der Neid hat Recht. Laß uns für eine Weile auseinandergehen. Wenn wie uns trennen, kann sich jede von uns selbständig entwickeln. Keine ist mehr von der anderen abhängig, keine braucht mehr auf die andere Rücksicht zu nehmen. Ich werde derweil beim Neid in die Lehre gehen. Vielleicht treffen wir uns später einmal wieder."
Ehe die Liebe antworten konnte, waren die Macht und der Neid schon hinter der nächsten Ecke verschwunden. Die Liebe sah noch, wie der Neid der Macht den Vortritt ließ. Ohnmächtig stand nun die Liebe am Wegrand und weinte. Sie erlebte sich schwach und kraftlos ohne die Macht. Sie spürte, wie sie allein nicht leben konnte.
Wie ein schatten legte sich die Angst auf Sie, die Angst, sich zu verirren, zu verletzen und nicht mehr verstanden zu werden.
Die Macht fühlte sich unterdessen frei und ungebunden. Der Neid störte Sie nicht, weil Er immer einen Schritt zurückblieb und Ihr den Vortritt ließ. Die macht merkte, wie Sie dabei größer und größer wurde. Aber mit Ihrer Größe wuchs auch Ihre Stärke. Es gefiel Ihr, wen nsich die Menschen vor Ihr verkrochen oder Ihr alles opferten, um sich mit Ihr zu verbünden. Sie bestieg einen großen Thron und ließ sich über die Köpfe der Menschen tragen. Sie genoß es, umjubelt zu werden.
Die Macht hatte die Liebe bald vergesen. Sie begab sich mit Waffen und Soldaten. Sie raubte den Menschen den Frieden und vertrieb sie aus ihrer Heimat. Nur wer Ihr die Seele verkaufte, durfte sic hin Ihrer Nähe aufhalten und sich sicher fühlen.
Hiter Ihr aber folgte stets der Neid.
In der Welt wurde nun alles anders.
Die Kriege unter den menschen nahmen an Heftigkeit zu.
Die Liebe war zu ohnmächtig, um sie zu verhindern.
Viele erkannten Sie nicht wieder und verwechselten Sie mit Egoismus oder Schwäche.
Sie hatte nicht mehr die Kraft, das Böse in die Schranken zu weisen.
Habgier und Gleichgültigkeit wuchsen.
Die Natur wurde ausgeplündert und zertreten. Es wurde dunkel und kalt in der Welt. menschen und Tiere begannen zu frieren. Sie wurden krank und starben einsam dahin.
Da beschloß die Liebe, die Macht zu suchen, und Sie machte sich auf, auch wenn der Weg weit war.
Eines Tages begegneten Sie sich auf einer Kreuzung.
Die Macht war groß und kam gewaltig daher. Vor Ihr und hinter Ihr standen Wächter, bis unter die Zähne bewaffnet, die Sie schützen mußten.
Die macht sah dunkel aus. Sie war eingehüllt in einen großen, dicken, schwarzen Mantel. Ihr Gesicht war kaum noch zu sehen. Der Mantel war über und über mit Orden behangen. Rechts und links trug man Ihre Titel, damit die Menschen votr Ihr in die Knie gingen.
Die Liebe nahm Ihren ganzen Mut zusammen, den Sie von Ihren Eltern geerbt hatte, und stellte sich der Macht in den Weg.
"Du siehst unglücklich aus", sagte die Liebe un blickte der Macht gerade ins Gesicht. "Deine augen sind finster. Früher hast Du gestrahlt und warst schön."
"Geh mir aus dem Weg", sagte die Macht, "ich kenne Dich nicht."
"Erinnerst Du Dich nicht", sagte die Liebe, "wie wir miteinander durch die Welt zogen? Du trugst ein leichtes Kleid, Du konntest tanzen und springen, Du liefst mit mir zu den Menschen, und alle nahmen uns mit offenen Armen auf. Wir konnten Frieden stiften. Und alle hatten alles gemeinsam. du warst mit mir mächtig ohne Waffen. Du brauchtest Dich nicht zu schützen, und der Neid zog nicht hinter Dir her. Laß uns wieder miteinander gehen. Schick sie alle weg, die Dich jetzt umgeben und von den Menschen und mir vernhalten. Auch ich brauche Dich, denn ohne Dich bin ich schwach und ohnmächtig. Ohne Dich glauben mir die Menschen nicht. Sie lachen mich aus, verletzen und mißbrauchen mich.&q...
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