Geschrieben von: gisi (cm117-60.liwest.at, 212.241.117.60) am Samstag, 18. Oktober 2003, um 21:57
Informationen und Tipps bei Lernproblemen
© Dipl. Pädagogin Uta Reimann-Höhn
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ADS - Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit und ohne Hyperaktivität
Das ADS-Syndrom, in Amerika ADD oder ADHD genannt, zeichnet sich grob durch kurze Aufmerksamkeitsspannen, impulsives unkontrolliertes Verhalten und in vielen Fällen auch durch hyperaktives Verhalten aus. Wie die Forschung inzwischen herausgefunden hat, scheint das Syndrom eine neuro-biologische Störung zu sein, die häufig nicht nur bei den Kindern sondern auch bei deren Eltern zu finden ist. Diese Störung ist vermutlich genetisch bedingt und begleitet die Betroffenen mehr oder weniger stark das ganze Leben hindurch.
Kinder mit ADS rücken immer stärker in das Licht der Öffentlichkeit.Sie sind auffällig, in ihrem Verhalten anstrengend und schwer verständlich, aber oft auch kreativ, hilfsbereit und intelligent.
Zur Behandlung des Syndroms stehen derzeit verschiedene Möglichkeiten zur Debatte. Doch wie die unterschiedlichsten Diskussionen, Fachtagungen, Fernsehsendungen und Richtungsdebatten zeigen, ist das Syndrom noch lange nicht vollständig erforscht. Die Behandlung dieser Kinder und Erwachsenen muss dringend weiter verbessert werden.
Aufklärung ist der erste Schritt, um die Lage der Betroffenen zu verbessern. Erst wenn Eltern, Lehrer, Bekannte und Verwandte die Ursache für die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen verstehen lernen, können sie helfen und unterstützen.
Aufgrund andersartiger Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung kann es bei ADS zu Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten kommen. ADS Kinder, Jugendliche und Erwachsene "leiden" unter ihrer Andersartigkeit ebenso viele ihrer Eltern und Freunde. Sie haben Schwierigkeiten ihre Zeit einzuteilen, schieben zu Erledigendes gerne "ewig" hinaus, haben unkalkulierbare Stimmungschwankungen und ecken mit ihrem Verhalten auch in der Schule häufig an. Ratschläge für den täglichen Umgang gibt der Ratgeber von Uta Reimann-Höhn.
Viele ADS-Kinder haben zusätzlich zu ihrem ADS-Syndrom Probleme beim Erlernen von Lesen, Rechnen und Schreiben oder bei der Sprachentwicklung. Legasthenie oder Dyskalkulie als zusätzliche Problematik sind keine Seltenheitund müssen behandelt werden. Auch im Sozialverhalten und in der emotionalen Entwicklung können Schwierigkeiten auftreten.
ADS Kinder und Eltern brauchen nach einer qualifizierten und differenzierten Diagnose Hilfe und Unterstützung.
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