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Admin - 15.03.2004 - 18:25

Noni - Zauberfrucht aus der Südsee
Als die frühen Vorfahren der heutigen Polynesier ihre Heimat verließen und eine Reise in das unbekannte unternahmen, führten sie Pflanzen und tiere mit, die ihnene ein Überleben in der neuen Heimat garantieren sollten. Es wird angenommen, dasss sie aus Südostasien auf kleinen Doppelrumpfkanus wie Nomaden die Inselwelten des Pazifik als neuen Lebensraum erschlossen. Aus der Fülle der medizinischen Heilpflanzen, ohne die sie ihre Heimat nicht verlassen wollten, ist eine besonders hervorzuheben: Noni.

Eine Weltreisende in Sachen Gesundheit
Die Noni Pflanze ist von Asien aus über die Pazifischen Inseln bis nach australien verbreitet worden. Von den Marchesas aus wurde sie von den Polynesiern, die die letzte noch unbesiedelte Inselgruppe für sich entdeckten, nach Hawaii gebracht.
"Morinda Citrifolia", wie sie wissenschaftlich bennat wird, ist ein kleiner immergrüner Baum, der in offenen Küstenregionen auf Meeresebene und in Waldbereichen bis zu 4000 Meter Höhe wächst bzw. gezüchtet wird. Die harten Samen der Pflanze sind imstande auf der Wasseroberfläche zu schwimmen, was zu ihrer weiteren Verbreitung entlang der verschiedenen Küstenabschnitte der südpazifischen Region beigesteuert hat. Auf Hawaii wächst sie oft in Hülle und Fülle entlang der Lavaströme. die Form ihrer Früchte ähnelt der uns bekannten Maulbeere (indische Maulbeere), wird aber bis zu 12 cm groß und verbreitet einen stark beißenden Geruch. Sie wird auch als Käsefrucht bezeichnet, weil der unbehandelte Fruchtextrakt extrem nach intensiv riechendem Käse schmeckt und dem Motto treu bleibt: "Je größer die Heilkraft, desto übler der Geschmack."

Medizinisches Wissen der Ureinwohner
Unter allen polynesischen botanischen Wirkstoffen des 19. und 20. Jahrhunderts besitzt Noni den breitesten medizinischen Anwendungsbereich. Ärzte Hawaiis und Samoas wandten Noni bei Darmstörungen, Verdauungsschwierigkeiten, Hautentzündungen, Infektionen und Fieber an; äußerlich bei Quetschungen und Verstauchungen.

Hawaiianer bereiteten Tonika aus Noni zu, um auf diese Weise Diabetes, Insektenstiche, Verbrennungen und sogar Fischvergiftungen zu behandeln. Die bemerkenswerte Fähigkeit dieser Arzneipflanze, den Darmtrakt zu reinigen und die gesunde Funktionsksraft des Dickdarms zu erhalten, war den älteren Einheimischen und den Medizinmännern Hawaiis und Tahitis wohl bekannt. Oftmals wurde das Wissen um die medizinale Anwendung der Pflanze in der Familie von der Mutter an ihre Kinder weitergegeben.
Noni stärkt die Immunabwehr; fördert die Versorgung der Gehirnzellen und verzögert den Alterungsprozess

Die Tatsache, dass Kulturen in Samoa, Tonga, den Phillipinen, Tahiti, Indien, und Guam von der Wirkungsweise dieser beachtlichen Pflanze wussten, unterstreicht ihre Glaubwürdigkeit als wirkungsvolles Heilmittel. Studien zufolge war Noni eine der wenigen Arzneipflanzen, die von den Einheimischen als "getestet und bewährt" anerkannt wurde.

Auf Hawaii wurde das Recht, pflanzliche Therapien zu verordnen, nur solchen Ärzten zugestanden, die eine Ausbildung in pflanzlicher Arzneikunde besaßen. Aufzeichnungenbelegen, dass die medizinischen Praktiken auf einer äußerst umfangreichen und genauen Beschreibung der Krankheitsymtome und deren Behandlung mit Arzneipflanzen basierte. Die Dosoerung unterlag einer strengen Kontrolle, und das pflücken sowie deren Aufzeinungen wurden sorgfältig überwacht.

Zur äußeren Anwendung wurde häufig Kokosöl den Pflanzenextrakten beigemengt. Einzigartig ist auch der Umstand, dass fast jeder Teil der Pflanze wegen seiner spezifisch heilenden Eigenschaften Verwendung findet. Die Rinde weist stark blutstillende Merkmale auf und vermag Malaria zu unterbinden; die Samen besitzen eine reinigende Wirkung; die Blätter werden zur Linderung äußerlicher Entzündungen sowie zur Schmerzbekämpfung hinzugezogen. Wurzelextrakte der Pflanze senken den Blutdruck, Teile der Blüte unterstützen die Linderung von augenentzündungen. Die Frucht selbst verfügt über eine ganze Palette von heilenden Wirkungen.

Fortsetzung folgt!

Admin - 15.03.2004 - 18:26

Fortsetzung:

Die erstaunliche Wirkungsweise von Noni

Warum die Südseefrucht so heil- und gesundheitsaktiv ist, liegt vor allem am einzigartigen Enzymreichtum. Diese Wildfrucht hat etwa 800 Mal mehr Proxeronin als die Ananas und wikt daher über die Aktivierung von 2000 Enzymen am biochemischen Lebenserhaltungsprozesws mit. enzyme sind viel mehr als nur Verdauungshelfer; sie sind Katalysatoren, ohne die kein Leben möglich wäre und sie benötigen spezifische Cofaktoren um aktiv zu werden. Etwa 10 000 spezifische Enzyme benötigt der Mensch, um überhaupt leben zu können. Nur etwa 1700 verschiedene Enzyme sind bisher bekannt, wobei die Wissenschaft emsig bemüht ist weiter zu forschen, da die Enzyme die Biomechanismen - auch Selbstheilungskräfte genannt - bestimmen. In Noni finden sich nicht nur immens hohe Enzymvorkommen, sondern auch beinahe alle Cofaktoren wie fast alle a- und ß-Aminosäuren, 10 oder 11 Coenzyme sowie etliche Substrate. Enzyme sind also keine direkten Wirkstoffe, sondern vielmehr Werkzeuge des Organismus, um das gesundheitliche Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

In Noni findet sich auch ein Stoff, Damnacanthal, der aus einer japanischen Studie als die wirkungsvollste Substanz hervorging, mit der die T-RAS Funktion gehemmt wird. Von dieser funktion weiß man, dass sie hauptverantwortlich für die Entstehung von Tumoren ist. Am Ende der hochwirksamen Noni-Stoffe seien noch eine große Ansammlung von Serotoninvorstufen zu erwähnen, die nicht nur das seelische Gleichgewicht fördern, sondern auch wichtige Komponenten des Gesamtstoffwechsels sind.

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